Bzince Pod Javorinou
Bzince pod Javorinou eröffnet Ihnen mehrere konkrete Zugänge zur slowakischen Landschaft: ein Schriftstellerinnen-Geburtshaus im Ortszentrum, geschützte Natur zwischen den Weißen Karpaten und eine markierte Wanderroute zur Veľká Javorina. Wenn Sie für Ihre Reise Natur, Wandern und Kultur verbinden möchten, finden Sie hier sowohl klar beschriebene Outdoor-Erlebnisse als auch historische Orte mit eigenständigem Charakter.
Landschaft zwischen Weißen Karpaten und Feuchtgebieten
Der nördliche Teil des Katastergebiets von Bzince pod Javorinou liegt im Landschaftsschutzgebiet Biele Karpaty. Ein wichtiger Naturraum ist das Naturreservat Veľká Javorina, das sich über Lubina und Bzince pod Javorinou erstreckt. Es umfasst 82,98 Hektar und schützt natürliche Ahorn-Buchenwälder in den höchsten Lagen dieses Teils der Weißen Karpaten.
Oberhalb von Bzince pod Javorinou liegt bei der Siedlung Cetuna das geschützte Naturdenkmal Cetuna. Das 0,28 Hektar große Kleinmoor schützt die größte Population von Gymnadenia densiflora in der Region. Ebenfalls im nördlichen Teil des Katastergebiets befindet sich das Gebiet von europäischer Bedeutung SKUEV0367 Holubyho kopanice. Zu diesem Naturraum gehören regelmäßig gemähte Wiesen und Feuchtgebiete mit stabilen Orchideenbeständen. Damit unterscheiden sich die Naturziele nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre Lebensräume: Wald, Kleinmoor, Wiesen und Feuchtgebiete stehen nebeneinander.
Wandern von Cetuna zur Veľká Javorina
Eine markierte Wanderroute beginnt in Cetuna, einem Ortsteil von Bzince pod Javorinou, und führt auf der blau markierten E8-Fernwanderroute zur Veľká Javorina und zurück. Für die Wanderroute von Cetuna zur Veľká Javorina und zurück sind 12 km, 590 m Aufstieg und 590 m Abstieg angegeben; sie ist als mittelschwer eingestuft.
Literatur und Ortsgeschichte
Im Zentrum von Bzince pod Javorinou befindet sich die Pamätná izba Ľudmily Podjavorinskej im Geburtshaus der Schriftstellerin. Die Ausstellung ist größtenteils Ľudmila Podjavorinská gewidmet und umfasst Fotografien, Tapisserien, Bücher sowie eine Ausstellung von Puppenfiguren. Besichtigungen sind ganzjährig nach telefonischer oder E-Mail-Vereinbarung möglich. Der Besuch hat damit einen klar festgelegten Rahmen: Sie können die Gedenkstätte auch außerhalb einer saisonalen Öffnungsperiode einplanen, müssen den Termin jedoch vorab vereinbaren.
Zur älteren Ortsgeschichte gehört die römisch-katholische Kirche des heiligen Erzengels Michael, die bereits in den päpstlichen Zehntverzeichnissen von 1332 bis 1337 erwähnt wird. In Hrušové ist der Glockenturm ein nationales Kulturdenkmal mit einer einzigartigen Uhr mit 24-Stunden-Zifferblatt. Diese Uhr wurde in den 1990er-Jahren eingeführt. Archäologische Untersuchungen auf dem alten Friedhof von Hrušové legten außerdem die Mauern einer einschiffigen gotischen Kirche frei. Sie wird vorläufig in das 14. Jahrhundert datiert und gilt als Beleg für die mittelalterliche Besiedlung der podjavorinischen Region.
Traditionen und Erinnerung
Die historischen Tätigkeiten der Region umfassten Landwirtschaft, Weinbau, Viehzucht, die Herstellung von Holzgeschirr und Stickerei. Traditionelle Beschäftigungen blieben auch in der Ersten Tschechoslowakischen Republik erhalten. Eine jüngere, von Konflikt geprägte Erinnerung betrifft die Siedlung Cetuna: Am 27. Februar 1945 kam es dort zu einem Kampf von Partisanen gegen Deutsche und eine Bereitschaftseinheit der Hlinka-Garde. Dabei fielen der Kommandeur Miloš Uhor, sein Stellvertreter Anton Jakubík und 16 Partisanen.
Ergänzend können Sie die Ortsseiten von Dolné Srnie, Modrová, Nove Mesto Nad Vahom, Nová Bošáca, Horná Streda, Višňové, Nová Lehota und Beckov aufrufen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Nové Mesto Nad Váhom.
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