Plevník-Drienové – Natur, Kultur und slowakische Traditionen

Plevník-Drienové verbindet geschützte Landschaft, Gewässer, Literatur und lebendige Dorftraditionen. Der Ort liegt innerhalb des Natura-2000-Gebiets Strážovské vrchy, dessen Lebensräume überwiegend von Wald und Felsen geprägt sind. Für eine Reiseentscheidung ist das besonders interessant, wenn Naturerlebnisse nicht isoliert stehen sollen, sondern mit regionaler Kultur, Geschichte und slowakischen Bräuchen verbunden werden können.

Naturraum zwischen Wald, Felsen und Gewässern

Das Natura-2000-Gebiet Strážovské vrchy ist für die Brut von Greifvögeln und Eulen bedeutsam. Zu den genannten Arten gehören der Wanderfalke (Falco peregrinus) und der Rauhfußkauz (Aegolius funereus). Damit erhält die Landschaft neben ihrem sichtbaren Wald- und Felscharakter auch eine ornithologische Dimension.

Ein eigener Ausflugsort ist das Jazero Sihoť, ein Gewässer, das auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube in Plevník-Drienové entstanden ist. Die Lehrpfade dort verfügen über Informationstafeln zur nahegelegenen Fauna und Flora. Sie vermitteln außerdem Wissenswertes über die Geschichte von Plevník-Drienové und seiner Umgebung. Am Jazero Sihoť gibt es einen Bereich zur Vogelbeobachtung und zur Einführung in die Ornithologie. Für Besucher mit Behinderungen wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde ein sicherer Zugang geschaffen.

Zum Park am Jazero na Sihoti gehört der Barfuß-Sinnesfitnesspfad „NABOSO“. Am selben Gewässer ist Angeln mit einer Genehmigung möglich. Interessierte müssen sich dafür telefonisch melden, um Informationen und Anweisungen zur Erteilung der Angelerlaubnis zu erhalten. Wer diese Möglichkeit einplanen möchte, sollte deshalb die erforderlichen Informationen vorab einholen.

Literatur und Ortsgeschichte

Das Dominik-Tatarka-Gedenkzimmer wurde 1991 auf dem Gelände der örtlichen Grundschule eingerichtet. In 12 Vitrinen zeigt es Fotografien, Zeitungsartikel, Dokumente und Manuskripte aus dem privaten und öffentlichen Leben des Schriftstellers. Die Schule bietet der Öffentlichkeit Führungen durch das Gedenkzimmer mit fachkundiger Erläuterung an.

Auch der Literaturbetrieb der Gemeinde ist mit der Schule verbunden: Die Grundschule Dominika Tatarku organisiert seit 21 Jahren den landesweiten Literaturwettbewerb „O cenu Dominika Tatarku“. Die Ausschreibung erfolgt jeweils im März, die feierliche Preisverleihung im Mai. Diese festen Bestandteile ergänzen das Gedenkzimmer um eine wiederkehrende literarische Aktivität.

Pálenica und regionale Traditionen

Die Gemeinde Plevník-Drienové betreibt seit 2021 die Pálenica und bietet dort die Destillation von Obst in einer traditionellen, holzbefeuerten Destillationsanlage an. Die Pálenica in Plevník wurde erstmals 1767 erwähnt. Destillate aus Plevník erhielten bei der Oberungarischen Ausstellung in Žilina 1903 eine Medaille für die hohe Qualität des Produkts. Historischer Bezug und heutiger Gemeindebetrieb stehen hier unmittelbar nebeneinander, ohne dass daraus ein allgemeines Versprechen über aktuelle Angebote abgeleitet werden muss.

Die lokale Kultur zeigt sich auch in regelmäßigen Veranstaltungen. Die Folkloregruppe Dúbravček tritt in Plevník-Drienové mit einem Weihnachtsprogramm auf und veranstaltet regelmäßig einen Faschingsumzug mit Masken sowie das traditionelle Begräbnis des Kontrabasses. Der Silvesterausflug auf den Malý Manín findet weiterhin statt; anschließend wird auf der Hütte bei den Dlhé lúky traditionell Kapustnica serviert.

Kapelle und Ziele im Gemeindegebiet

Auf dem Aussichtspunkt des Malý Manín steht ein slowakisches Doppelkreuz, das Mitglieder des örtlichen Touristenvereins 2004 mit Unterstützung der Gemeinde errichteten. Die Tradition der Jozefovské-Ausflüge führt auf die Havrania skala, den mit 835 m höchsten Gipfel des Gemeindegebiets.

Ein weiteres historisches Bauwerk ist die Kapelle des heiligen Königs Stephan, eine spätklassizistische Kapelle aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Nach dem Einsturz des Vorgängerbaus im Jahr 1824 wurde an derselben Stelle zunächst 1831 ein hölzerner Glockenturm mit einem Holzkreuz errichtet. Die Kapelle wurde 1855 fertiggestellt. Für Sie ergibt sich damit ein Ortsbild, in dem Landschaft, Erinnerungsarbeit, religiöse Architektur und gelebte Tradition auf engem thematischem Raum zusammentreffen.

Unterkünfte in Plevník-Drienové vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Weitere Ziele

Weitere Ziele: Záskalie, Vrchteplá, Stupné, Brvnište, Domaniža, Ďurďové, Pružina und Kostolec.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Považská Bystrica.

Anzeige