Šoporňa am Váh: Kirchen, Wege und Ortsgeschichte

Šoporňa liegt im Donautiefland am linken Ufer des Váh und verbindet eine ausgeprägte Ortsgeschichte mit sakralen Bauwerken, historischen Verkehrswegen und einer vom Fluss geprägten Umgebung. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit nachvollziehbaren Spuren der Vergangenheit statt einer austauschbaren Kulisse suchen, verbindet Šoporňa historische, religiöse, vom Fluss geprägte und kulturelle Themen.

Lage am Váh und Orientierung

Šoporňa liegt etwa sieben Kilometer südöstlich von Sereď an der Straße in Richtung Šaľa. Von der Autobahn Bratislava–Nitra ist der Ort hinter Sereď auf der rechten Seite zu sehen. Diese Lage ordnet Šoporňa zwischen dem Donautiefland, dem Váh und den Verkehrsverbindungen des westlichen Teils der Slowakei ein. Erstmals wurde der Ort 1251 unter dem Namen Supurni urkundlich erwähnt.

Auch die Geschichte der Wege gehört zum Charakter des Ortes. Durch Šoporňa führte die wichtigste tschechisch-ungarische Fernstraße vom Donautiefland über die Kleinen Karpaten nach Mähren. Ein Rest dieser historischen Verbindung ist heute ein Feldweg, der den Flurteil Novčaš von Hony trennt. Dieser Weg wird seit jeher Novozámska cesta genannt. Für die Ortsgeschichte ist damit nicht nur ein alter Name überliefert, sondern auch eine konkrete Spur im Gelände.

Kapellen und Kirche

Zu den markanten sakralen Bauwerken gehört die Kapelle „Kaplnka Panny Márie na Štrkovci“ in Štrkovec. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut und besitzt eine neugotische Fassade mit zwei seitlichen Türmchen. Bei der Kapelle steht eine hölzerne Glockenstube, die aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammt, aus Eichenholz besteht und 2007 vollständig rekonstruiert wurde. Die Kapelle und die Glockenstube zeigen damit zwei zeitlich unterschiedliche Elemente desselben Ortsbildes.

Ein weiterer sakraler Bezugspunkt ist die „Kaplnka sv. Anny“. Sie wurde 1750 wahrscheinlich aus Dankbarkeit für das Ende einer Pestepidemie erbaut. In der Kirche „Kostol Panny Márie Snežnej“ in Šoporňa treffen sich mehrere historische Merkmale: Der Bau entstand 1770, ist einschiffig, besitzt einen polygonalen Presbyteriumsschluss und einen eingebauten Turm. Im Inneren befinden sich barocke Statuen der Heiligen Petrus und Paulus aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Wasserlandschaft und lokale Kultur

Der Váh ist in Šoporňa nicht nur eine geografische Bezeichnung. Historische Wassermühlen standen am Alten Váh. Nach der Regulierung des Váh im Jahr 1933 wurden sie gegenüber der Kirche in das Bett des Neuen Váh verlegt. Am alten Arm des Váh wird bei Šoporňa regelmäßig Fischfang betrieben. Ergänzend dazu befindet sich im multifunktionalen Kulturhaus eine Ausstellungskammer der Folkloretraditionen.

Auch die regionale Natur- und Nutzungsgeschichte ist dokumentiert: Šoporňa ist für ein auf die Zucht von Fasanen ausgerichtetes Jagdrevier bekannt. Zusammen mit den Flussarmen, den überlieferten Wegen und den Bauwerken ergibt sich ein Ortsbild, in dem Landschaft, Geschichte und lokale Kultur nebeneinander erkennbar bleiben. Weitere Ortsseiten: Gallandau (Gallandau), Horné Saliby (Horné Saliby), Veľký Grob (Veľký Grob), Matúškovo (Matúškovo), Šintava (Šintava), Vozokany (Vozokany), Košúty (Košúty) und Sládkovičovo (Sládkovičovo).

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