Kostolné Kračany entdecken

Kostolné Kračany verbindet die Landschaft der Donautieflandebene mit einem bemerkenswerten religiösen und kulturellen Erbe. Die Gemeinde liegt im mittleren Teil der Großen Schüttinsel (Žitný ostrov). Wer für seine Slowakei-Reise einen Ort mit regionaler Geschichte, erhaltenen ländlichen Spuren und einer ausgewiesenen Radverbindung sucht, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Kirche, Denkmal und religiöse Geschichte

Im Mittelpunkt steht die römisch-katholische Kirche des heiligen Bartholomäus (Kostol sv. Bartolomeja). Sie wurde 1819–1820 an der Stelle einer älteren Kirche errichtet, die bereits im 17. Jahrhundert erwähnt wurde. 1820 erhielt das Gotteshaus seine heutige Gestalt. György Bartal ließ den Neubau im klassizistischen Stil mit barocken Elementen errichten. Als unbewegliches nationales Kulturdenkmal ist die Kirche unter der ÚZPF-Nummer 95/1 eingetragen.

Ihre Bedeutung reicht über das Gebäude selbst hinaus: Kostolné Kračany war über viele Jahrhunderte das religiöse Zentrum von Kračansko und ist bis heute ein Ort des religiösen Lebens für die Bewohner aller zwölf Kračany-Siedlungen. Im Gelände nahe dem Eingang befindet sich eine offenbar erhaltene steinerne Taufe, die auf das 13. Jahrhundert datiert wird. Die vermutlich mittelalterliche Taufe liegt nahe dem Eingang der heutigen Kirche. Bei der Kirche befindet sich außerdem die Lurdská jaskyňa, eine Lourdesgrotte. Am Eingang zum Kirchengelände erinnert ein Denkmal an die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs. Über dem Hauptaltar hängt ein Gemälde aus dem 19. Jahrhundert mit dem Titel „Ukrižovanie Pána Ježiša“ („Die Kreuzigung Jesu“).

Ortsbilder und Erinnerungsorte

Zum historischen Ortsbild gehören alte Wohnhäuser mit Satteldächern, die mit Schilf gedeckt sind. Im Bereich des Friedhofs in Amadeho Kračany befindet sich die Familiengruft der Familie Bossányi. Ebenfalls in der Gemeinde liegt das geschützte Areal Konopiská: Es umfasst die Katastralfläche Amadeho Kračany der Gemeinde Kostolné Kračany, und dort gilt die vierte Schutzstufe. Damit stehen in Kostolné Kračany sowohl gebaute Zeugnisse als auch ein geschützter Landschaftsbereich für die eigene Ortsbetrachtung nebeneinander.

Beim Gemeindehaus steht eine 2022 aufgestellte Statue des akademischen Malers Róbert Almási (1948–2018), der aus der Gemeinde stammte. Ein weiterer wiederkehrender Bezugspunkt ist das Fest Obecné dni, das in Kostolné Kračany jedes Jahr im Juni gefeiert wird. Es soll den Zusammenhalt sowie die Identität der Kračančaner stärken und ergänzt die dauerhaft sichtbaren historischen Orte um einen Termin des örtlichen Gemeinschaftslebens.

Mit dem Fahrrad durch die Donautieflandebene

Für die aktive Erkundung ist die markierte Radroute Baka–Kostolné Kračany 12.600 Meter lang. Sie ist eben und für alle Fahrradtypen geeignet. Bei Gabčíkovo ist diese Verbindung an den Internationalen Donau-Radweg angebunden. Dadurch lässt sich die Ortsgeschichte mit einer konkret beschriebenen Radstrecke verbinden, ohne die unterschiedlichen Eigenschaften von Route, Landschaft und Sehenswürdigkeiten zu vermischen.

Wenn Sie weitere Orte für Ihre Slowakei-Reise vergleichen möchten, finden Sie außerdem Povoda, Michal Na Ostrove, Dunajska Streda, Šamorín, Trnávka, Mad, Horný Bar und Horné Mýto.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Dunajská Streda.

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