Koplotovce – Thermalquelle, Flussterrassen und Kultur

Koplotovce verbindet eine markante Flusslandschaft mit Thermalwasser, Naturbeobachtungen und historischen Spuren. Der Ort liegt auf den linksufrigen Flussterrassen des Váh, die an die Südabhänge des Považský Inovec angrenzen. Im nördlichen Teil wachsen wärmeliebende Eichenwälder. Damit zeigt Koplotovce auf engem thematischem Raum den Kontrast zwischen Flussterrassen, bewaldeten Hängen, geschützten Lebensräumen und einer langen Ortsgeschichte.

Thermalquelle und Sedavá fontána

In Koplotovce gibt es eine schwefel- und gipshaltige Thermalquelle. Das Bad Sedavá fontána in Koplotovce nahm am 1. Juni 2019 den Betrieb auf und nutzt örtliches Thermalwasser mit einer Temperatur von 25 °C. Zum Areal der Sedavá fontána gehört ein Buffet mit Erfrischungsangebot. Wer bei der Wahl einer Unterkunft den Schwerpunkt auf Thermalwasser und einen Aufenthalt mit Wellnessbezug legt, findet hier einen klar benennbaren Ortsfokus, ohne dass dafür weitere Unterkunftsmerkmale vorausgesetzt werden müssen.

Flusslandschaft, Radwege und Natur

Das Radwegeprojekt Leopoldov–Červeník–Madunice–Koplotovce–Drahovce umfasst einen 0,720 km langen Radwegabschnitt im Katastergebiet von Koplotovce. Das Projekt verbindet Madunice und Koplotovce mit einer Brücke über den Váh zwischen den beiden Katastergebieten. Zusätzlich wurde ein insgesamt 5,7 km langer Radweg entlang des Váh 2010 in Richtung Koplotovce verlängert.

Zum Naturbild gehören geschützte Orchideen, der Sommer-Adonis (Adonis aestivalis) und der prioritäre Lebensraum europäischen Interesses *6210/Tr1.1, die im Katastergebiet von Koplotovce vorkommen. Bei Koplotovce wurde außerdem die Brut des Bienenfressers in einer typischen sandigen Abbruchkante dokumentiert. Nach dem Abzug der Bienenfresser wurden in Koplotovce 20 bewohnte Brutröhren gezählt. Das Angelgewässer Štrkovisko Koplotovce bei der Gemeinde Koplotovce umfasst vier Kiesgruben mit einer Gesamtwasserfläche von 2,9 ha. So stehen botanische Besonderheiten, ein dokumentierter Vogelbrutplatz und ein klar bezeichnetes Angelgewässer nebeneinander, ohne dass daraus eine bestimmte Zugänglichkeit oder aktuelle Nutzung abgeleitet werden muss.

Historische Spuren in Koplotovce

Koplotovce wurde erstmals 1113 in der Zoborer Urkunde erwähnt. Auch jüngere archäologische Funde ergänzen dieses historische Bild: 1989 wurde am Fundplatz Za gedru in Koplotovce ein neolithisches Fragment eines Steinkerns geborgen. 1999 wurde bei Gartenarbeiten in Koplotovce eine römische Münze gefunden, die zwischen 378 und 383 geprägt wurde.

Ein markantes Bauzeugnis ist das Kaštieľ Kaplath, eine ursprüngliche Renaissancefestung. An seiner Südseite sind Befestigungsanlagen erhalten; außerdem bewahrt das Bauwerk ein steinernes Portal und zwei charakteristische runde Bastionen. Die barocke Kirche Mariä Heimsuchung in Koplotovce wurde 1734 erbaut. Sie besitzt einen Rokoko-Hochaltar aus dem späten 18. Jahrhundert, der ein Gemälde der Heimsuchung Mariens von F. Werner enthält. In der Filialkirche Mariä Heimsuchung in Koplotovce finden sonntagmorgens und mittwochs abends Gottesdienste statt. Eduard und Ambruš Kochanovskí waren mit dem Dichter Ján Hollý befreundet.

Ergänzender Kulturkontext in Hlohovec

Im nahegelegenen Hlohovec zeigt das Heimatmuseum eine Garnitur Jagdmöbel aus dem Gut Koplotov. Seine archäologische Ausstellung präsentiert Funde aus Hlohovec und Umgebung aus der Steinzeit, Bronzezeit, Eisenzeit sowie aus der römischen und slawischen Siedlungszeit. Damit lässt sich der Aufenthalt in Koplotovce auch um einen nahegelegenen Museumskontext erweitern, der mehrere historische Epochen zusammenführt.

Weitere Ortsseiten

Weitere Ortsseiten: Freistadt, Sasinkovo, Tekolďany, Kľačany, Dvorníky, Madunice, Leopoldov, Šulekovo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Hlohovec.

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