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Ostrov: archäologische Spuren und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Ostrov

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ostrov verbindet seine Lage in der Trnavaer Lösshügellandschaft mit einer weit zurückreichenden Siedlungsgeschichte. Archäologische Funde reichen vom Neolithikum und Äneolithikum über die römische Kaiserzeit bis ins Mittelalter. Auch die Geschichte der Kirche des heiligen Imrich und der Wandel der Siedlungsform geben dem Ort ein klares kulturelles Profil.

Landschaft und Wandel des Ortes

Das 802 Hektar große Katastergebiet von Ostrov liegt im nördlichen Teil der Trnavaer Lösshügellandschaft. Seine Oberfläche besteht aus Braunerden über tertiären Ablagerungen, Flusskiesaufschüttungen und Löss. Boden und geologischer Aufbau bilden damit einen Teil der örtlichen Landschaftsgeschichte.

Eine Katasterkarte aus dem Jahr 1898 zeigt Ostrov als Rundling: Die Häuser waren um einen Platz angeordnet, und eine einzige Zufahrtsstraße führte in den Ort. Später wurde diese Siedlungsform durch eine straßenbegleitende Reihensiedlung ersetzt. So stehen in der Ortsgeschichte zwei unterschiedliche Ordnungsprinzipien nebeneinander – die Konzentration um einen Platz und die spätere Ausrichtung entlang einer Straße.

Archäologische Spuren aus mehreren Epochen

An der Fundstelle Stráne–Zábranie bei Ostrov wurden Keramikscherben sowie polierte und geschlagene Steinindustrie aus dem Neolithikum und Äneolithikum gefunden, etwa aus der Zeit von 5000 bis 2000 v. Chr. Pažitie liefert eine weitere zeitliche Einordnung: Dort kamen Scherben der Lengyel-Kultur aus etwa 3500 v. Chr. und eine Radiolaritklinge zutage.

Die an Pažitie entdeckte Siedlung gehört zu einer prähistorischen Besiedlung, die sich auf der Dudváh-Terrasse konzentriert und nach Norden bis Čachtice erstreckt. Bei Sedlište sind prähistorische und mittelalterliche Siedlungsspuren aus mehreren Zeitabschnitten belegt. Zu den ältesten Funden dort zählen Scherben der jüngeren Linearbandkeramik aus etwa 5000 v. Chr. Die Häufung mittelalterlicher Funde und die spätere Bezeichnung der Fundstelle Sedlište deuten auf eine untergegangene Siedlung im Außenbereich von Ostrov hin.

Eine andere Zeitstufe markieren die römischen Funde. Nordöstlich des Friedhofs wurden Überreste einer Hütte aus dem 3. bis 4. Jahrhundert n. Chr. festgestellt. An mehreren Stellen im Katastergebiet kam außerdem rot glänzende römische Keramik, sogenannte Terra Sigillata, zutage; überwiegend handelte es sich um Schalen des Typs Drag. Schriftlich ist Ostrov erstmals 1113 in der Zoborer Urkunde unter dem Namen „Stro“ belegt – ein deutlich späterer Zeitbezug als die prähistorischen Fundhorizonte.

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Kirche, Kapelle und Baudenkmale

Die Kirche des heiligen Imrich war ursprünglich barock und wurde 1804 im klassizistischen Stil umgebaut. Der einschiffige Bau besitzt einen vorgebauten Turm, eine flache Decke und ein oval abgeschlossenes Presbyterium. An der Stelle der heutigen Kirche könnten außerdem Spuren eines älteren Kirchenbaus und eines angrenzenden Friedhofs erhalten sein. Umbaugeschichte und mögliche ältere Bauschichten verbinden sich hier, ohne dass sich die frühere Anlage eindeutig festlegen lässt.

Das Immaculata-Denkmal, „Pomník Panny Márie Immaculaty“, ist als nationales Kulturdenkmal im ÚZPF eingetragen. Auf dem Friedhof von Ostrov steht außerdem die Kapelle der Sieben Schmerzen Mariens. Die kleine gemauerte Kapelle hat einen rechteckigen Grundriss, einen geraden Abschluss, ein Stahlbetondach und ein verziertes Kreuz.

Eine 2022 aktualisierte Beschreibung nennt Fußweg, Fahrrad, Auto und Bus als Möglichkeiten, die Kapelle zu erreichen, sowie kostenlose Parkmöglichkeiten in ihrer Nähe. Prüfen Sie diese Angaben vor Ihrem Besuch.

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