Senitz: Kulturgeschichte und Wege zur Kunovská priehrada
Senitz lässt sich über zwei Themen erschließen: über die Kulturgeschichte der Stadt und über die Wege zur Kunovská priehrada. Wer für eine Slowakei-Reise einen Ort mit Museen, historischen Bauwerken und einem klar beschriebenen Wegangebot sucht, kann hier unterschiedliche Interessen miteinander verbinden, ohne dass die einzelnen Erlebnisse zu einer einzigen Sehenswürdigkeit verschmelzen.
Kulturgeschichte von Senitz und Senica
Ein guter Zugang zur Vergangenheit ist die Exposition Stará Senica. Sie gehört seit 2020 zu den Dauerausstellungen des Museums und zeigt mithilfe eines 3D-Stadtmodells das historische Zentrum von Senica um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Das Modell macht auch Gebäude sichtbar, die heute nicht mehr in der Stadt existieren. Dadurch stehen nicht nur erhaltene Bauwerke, sondern auch verschwundene Teile der Stadtgeschichte im Mittelpunkt. Die Archäologische Exposition führt noch weiter zurück. Sie dokumentiert die Besiedlung von Senica während aller Epochen der Menschheitsgeschichte. Zu den dargestellten Funden gehört ein Teil eines Wollmammutstoßzahns, der beim Bau der Kunovská priehrada entdeckt wurde und als möglicher Beleg für die Jagd gilt. Die Ausstellung verbindet damit die Geschichte des Ortes mit einem konkreten Fund aus seiner Umgebung. Auch die Sakral- und Baugeschichte ist vielfältig. Die evangelische Kirche in Senica ist eine klassizistische Toleranzkirche, die 1783 und 1784 errichtet wurde. Ihr Turm wurde 1794 nachträglich in die Giebelfassade eingebaut. Die römisch-katholische Pfarrkirche der Jungfrau Maria stammt aus dem Jahr 1631, war ursprünglich evangelisch und wurde 1654 katholisch. Ergänzt wird dieses historische Bild durch die Záhorská galéria Jána Mudrocha, eine öffentlich zugängliche Galerie in den Räumen eines spätbarocken Schlosses, das wahrscheinlich um 1760 fertiggestellt wurde. Zu den weiteren dokumentierten Kulturdenkmälern zählen die Statue des heiligen Florian, die als unbewegliches nationales Kulturdenkmal der Slowakischen Republik eingetragen ist und aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt, sowie Sokolovňa, ein restauriertes Sommerhaus aus dem 19. Jahrhundert, das ebenfalls als nationales Kulturdenkmal der Slowakischen Republik eingetragen ist. Die Škodáčkov-Mühle bei Pivák ergänzt die Auswahl um erhaltene technische Anlagen. Sie ist öffentlich zugänglich und vermittelt die Geschichte des Mühlenwesens, traditionelle technische Handwerke sowie die Geschichte von Čáčov.Wege zur Kunovská priehrada
Für Spaziergänge und eine naturbezogene Ausflugsidee führt der Náučný chodník vom Stadtpark von Senica in Richtung Kunovská priehrada entlang des Bachs Teplica. Die Strecke ist 5 km lang und von neun Informationstafeln gesäumt. Am Ende des Náučný chodník Senica–Kunovská priehrada liegt eine interaktive Umwelt-Ecke für Kinder, die Natur und ihre Bewohner auf spielerische Weise näherbringt. Eine weitere beschriebene Route beginnt am zentralen Busbahnhof von Senica und führt nach 5,5 km zum Erholungsgebiet. Diese Angabe ist für die Orientierung eigenständig zu beachten. In der Kunovská priehrada gibt es einen Sandstrand mit Sonnenschirmen, ein Sportareal mit Verleih und ein Bootshaus, das Wasserattraktionen vermietet. Damit stehen neben dem Wegerlebnis auch Angebote am Ziel der Route im Mittelpunkt, ohne dass daraus eine bestimmte Saison oder aktuelle Verfügbarkeit abgeleitet werden kann. Das Touristische Informationszentrum der Stadt Senica ist ein idealer Ausgangspunkt für die Entdeckung der Region Záhorie. Für weitere Ortsvergleiche können Sie auch Moravský Svätý Ján, Smrdáky, Plavecký Peter, Kúty, Sobotište, Hradište Pod Vrátnom, Šajdíkove Humence und Podbranc ansehen.Zur übergeordneten Reiseübersicht: Senica.
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