Smolinské: Kirchen, Kapellen und Kulturlandschaft
Smolinské verbindet eine leicht hügelige Landschaft mit mehreren kulturhistorischen Zeugnissen. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit Kirchen, Kapellen, Erinnerungsstätten und ländlicher Prägung suchen, bietet die Gemeinde dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte. Smolinské liegt 3 km nördlich von Šaštín-Stráže. Der nahe gelegene Ort ist ein etablierter Wallfahrtsort, an dem sich jedes Jahr Tausende Gläubige aus der Slowakei und Mähren versammeln.
Landschaft zwischen Hügelland und Vogelschutzgebiet
Smolinské liegt in der Chvojnická pahorkatina, am Übergang der Záhorská nížina zur Myjavská pahorkatina sowie in einem Tal eines Nebenflusses der Myjava. Das Katastergebiet ist leicht hügelig: Der flache Teil besteht aus Flugsanden, während die Hügellandschaft von lössbedeckten neogenen Ablagerungen geprägt ist. Auch die Natur besitzt eine klar dokumentierte Bedeutung. Das geschützte Vogelschutzgebiet Záhorské Pomoravie umfasst das Katastergebiet von Smolinské. Es wurde zum Schutz der Lebensräume von Vogelarten von europäischer Bedeutung sowie von Zugvögeln eingerichtet.
Kirche, Kapellen und religiöse Denkmäler
Ein zentraler kulturhistorischer Bezugspunkt ist die Kirche Kostol Svätého Jakuba. Sie wurde 1720 an der Stelle einer älteren gotischen Kirche errichtet und 1924 erweitert; dabei erhielt sie ihre heutige Gestalt. Der Turm blieb beim Umbau von 1924 weitgehend unverändert. Am 14. November 2004 wurden die restaurierte Kirche und ihr neuer Altar konsekriert.
Zu den weiteren religiösen Bauwerken gehören die 1891 im neugotischen Stil errichtete Kaplnka Panny Márie Lurdskej und die 1820 im gotischen Stil errichtete Kaplnka Najsvätejšej Trojice. Der Glockenturm im Zentrum von Smolinské stammt aus dem späten 18. Jahrhundert. Ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammen die Statuen des heiligen Wendelin und des heiligen Florian aus dem Jahr 1833.
Neben der Dorfkirche steht die steinerne Kalvarienberg-Anlage. Sie besteht aus einem zentralen Kreuz mit Christus sowie separat aufgestellten Statuen der Jungfrau Maria und des heiligen Johannes des Evangelisten. Die Mariensäule wurde 1678 neben dem Glockenturm errichtet. Nach ihrer Beschädigung bei einem Autounfall im Jahr 1979 wurde sie 1988 vor dem Pfarrgebäude wieder aufgestellt.
Literatur, Dorfgeschichte und überlieferte Traditionen
Eine Gedenktafel erinnert in Smolinské an den Dichter und Literaturkritiker Tichomír Milkin, der bürgerlich Ján Donoval hieß. Er war von 1902 bis 1920 in Smolinské tätig. Auch die erhaltene Dorfstruktur verweist auf eine lange lokale Entwicklung: Bis heute sind etwa 15 habanische Höfe erhalten. Im 18. Jahrhundert war der Weinbau eine Tätigkeit der Bevölkerung in Smolinské.
Eine religiöse Tradition prägt den Jahreslauf bis heute. Derzeit findet einmal jährlich zu Fronleichnam eine Prozession durch das ganze Dorf statt, von der Kirche Kostol Svätého Jakuba zur Kapelle Kaplnka Panny Márie Lurdskej. Ergänzt wird das dokumentierte Ortsbild durch das Poľovnícky, športový a spoločenský areál PZ Smolinské. Das Areal liegt in einem Waldstück am nordwestlichen Rand des Dorfes und verfügt über eine anerkannte Schießanlage für die Disziplin „PARCOUR“. Ein Programm des Poľovnícke združenie Smolinské kündigte außerdem den 19. Jahrgang des Schießwettbewerbs „Poľovnícky Parcour“ an. Das Poľovnícke združenie lud die Öffentlichkeit zudem zu einem Wettbewerb im Gulaschkochen ein.
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