Trnovec: Chvojnica-Aue, Geschichte und Dorfkultur

Trnovec zeigt die Slowakei dort, wo Naturraum, Ortsgeschichte und lebendige Überlieferungen eng nebeneinanderstehen. Das Naturdenkmal Chvojnica umfasst auch das Katastergebiet von Trnovec. Für dieses Schutzgebiet gelten die Schutzstufen 4 und 5; teilweise überschneidet es sich mit dem Landschaftsschutzgebiet Weiße Karpaten. Der Fluss Chvojnica fließt durch das Katastergebiet und gehört zum Einzugsgebiet der Morava. Der tiefstgelegene Teil von Trnovec ist die Aue der Chvojnica.

Landschaft zwischen zwei geomorphologischen Einheiten

Trnovec liegt an der Grenze zwischen den geomorphologischen Einheiten Dolnomoravský úval und Chvojnická pahorkatina. Diese Lage macht den Ort besonders interessant für Reisende, die Landschaft nicht nur als Kulisse, sondern in ihren geologischen und wasserbezogenen Zusammenhängen betrachten möchten. Eine konkrete Orientierung bietet die gelb markierte KST-Wanderroute Nr. 8161. Sie ist 11,5 Kilometer lang und führt über die Brücke von Trnovec, die zu ihren Orientierungspunkten gehört. Die Kapelle Unserer Lieben Frau von den Sieben Schmerzen ist die zweite Station der beschriebenen Route und liegt bei Kilometer 2,9. Die Route soll mit reflektierenden Richtungselementen markiert werden, damit sie auch bei Dunkelheit erkennbar ist.

Ortsgeschichte und historische Spuren

Trnovec wurde 1548 von Kroaten besiedelt und Teil der Herrschaft Holíč. Noch weiter zurück reicht eine slawische Siedlung, die im Katastergebiet aus dem 8. bis 9. Jahrhundert bestand. Auch die Baugeschichte erzählt von den Bedingungen des Ortes: Die Häuser in Trnovec wurden im 18. Jahrhundert aus Lehm und ungebrannten Ziegeln gebaut, um die Brandgefahr zu verringern. Im Katastergebiet befand sich früher außerdem eine untertänige Mühle. Die ehemalige herrschaftliche Ziegelei stellte Ziegel, Kanalrohre und Dachziegel her. Beide Beispiele gehören zur früheren Wirtschafts- und Alltagsgeschichte und sind entsprechend als historische Bezüge zu verstehen.

Kirchen, Handwerk und regionale Kultur

Im Ortskern steht die Kirche Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz, die 1871 im klassizistischen Stil erbaut wurde. Das einschiffige Bauwerk besitzt drei Felder eines preußischen Gewölbes. Die Kirche befindet sich in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck. Ein weiterer kulturhistorischer Bezugspunkt ist die Kirche der heiligen Margareta von Antiochien in Kopčany, eine nahezu vollständig erhaltene großmährische Kirche aus dem 9. Jahrhundert.

Zur örtlichen Überlieferung gehört auch die Stickkunst. Beispiele aus Trnovec sind weiterhin in der Dorfkirche und bei der Ausstellung für Handarbeiten im Ort zu sehen. Die Faschingstradition in Trnovec wurde in den letzten Jahren wiederbelebt und ergänzt damit die historischen Zeugnisse um einen lebendigen Brauch.

Trdelník und traditionelle Speisen

In Trnovec gehören kleine Trdelník zur örtlichen kulinarischen Tradition. Sie wurden traditionell während der Faschingszeit auf Holzstäben über dem Feuer gebacken. Zu den traditionellen Speisen von Trnovec zählen außerdem Faschingskrapfen, Sulz und Božie milosti, die örtlich auch Fanky genannt werden. Einen eigenen regionalen Bezug hat der Skalický trdelník: Seit dem 22. Oktober 2007 verfügt er über eine von der Europäischen Kommission eingetragene geschützte geografische Angabe. In der sogenannten schwarzen Küche eines Franziskanerklosters werden Trdelník nach traditioneller Art hergestellt.

Unterkünfte in Trnovec vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Weitere Ziele für Ihre Slowakei-Reise

Für die weitere Orientierung innerhalb des slowakischen Angebots finden Sie außerdem Trnava, Skalica, Okres Hlohovec, Veľké Kostoľany, Špačince, Okres Dunajská Streda, Váhovce und Topoľníky.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tyrnau.

Anzeige