Zlatá Idka: Bergbaugeschichte und Rundroute in der Slowakei
Zlatá Idka zwischen Erzgeschichte und Berglandschaft
Zlatá Idka ist ein slowakischer Ort, in dem sich kulturgeschichtliche Zeugnisse des Bergbaus mit einer klar beschriebenen Bergroute verbinden. Besonders der Ortsteil Rieka bewahrt Bauwerke aus verschiedenen Epochen: Der Glockenturm wurde 1823 als dreigeschossiger Bau aus Bruchstein errichtet. Bruchstein bezeichnet unregelmäßig gebrochene Natursteine, die für das Mauerwerk verwendet werden. Die drei Geschosse bilden die vertikale Gliederung des Turms. Derzeit befindet sich darin ein Museum von lokaler Bedeutung. Außerdem ist der Glockenturm im Zentralen Denkmalverzeichnis der Slowakei unter der Eintragungsnummer 4387 verzeichnet.
Glockenturm und frühere Bergwerksverwaltung in Rieka
Ein zweiter historischer Bezugspunkt ist das ehemalige Verwaltungsgebäude des Bergwerks im Ortsteil Rieka. Es wurde 1767 im Barockstil errichtet. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude zu einem Gasthaus an der Straße umgebaut.
Die geologische und wirtschaftliche Vergangenheit der Gegend zeigt sich auch im erzführenden Gebiet von Zlatá Idka. Dort gibt es Quarz-Sulfid-Gänge, aus denen in der Vergangenheit Gold, Silber und Antimon gewonnen wurden. Quarz-Sulfid-Gänge sind mineralhaltige Gesteinsgänge. Für die Einordnung des Ortes ist diese Verbindung von Landschaft und Erzgewinnung wesentlich, ohne dass daraus eine heutige Bergbautätigkeit abgeleitet werden kann.
Bergbaurelikte am Fluss Ida
Wer sich für die sichtbaren Spuren dieser Geschichte interessiert, findet am Fluss Ida verschiedene Bergbaurelikte. Dazu gehören Seifenanlagen, Abraumhalden, Schürfarbeiten und Überreste einiger Betriebsanlagen. Abraumhalden sind aufgeschüttete Gesteinsmengen aus dem Bergbau; Schürfarbeiten bezeichnen Sucharbeiten nach Erz. Die Relikte umfassen damit sowohl technische Anlagen und Halden als auch Spuren im Untergrund und bauliche Überreste. Ein besonders markantes Zeugnis ist der Breuner-Stollen. Er verfügt über ein Steinportal und einen Eingangsbereich und ist das einzige sehr gut erhaltene Bergbauwerk seiner Art in diesem Erzrevier. So lässt sich die Geschichte von Zlatá Idka nicht nur über einzelne Gebäude, sondern auch über erhaltene Elemente der früheren Arbeitslandschaft erfassen.
Rundroute zur Kojšovská hoľa
Für eine aktive Ergänzung zur Kulturgeschichte steht eine mittelschwere Rundroute von Zlatá Idka zum Hauptkamm der Volovské vrchy und zur dominierenden Kojšovská hoľa. Die Route beginnt und endet an der Bushaltestelle und dem Parkplatz in Zlatá Idka. Damit ist der Ausgangs- und Endpunkt eindeutig beschrieben, während die Strecke selbst Bergkamm und Gipfelbereich miteinander verbindet.
Die Rundroute umfasst vier Stunden Gehzeit und 587 Höhenmeter. Sie verläuft über Waldwege und Fußpfade und ist gut markiert. Die Kojšovská hoľa ist mit SAD-Bussen von Košice über Myslava, Vyšný Klatov und Zlatá Idka erreichbar.
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