Poráč – Bergbau, Kalksteinlandschaft und Kultur
Unterkünfte in Poráč
Poráč verbindet eine markante Kalksteinlandschaft mit Bergbaugeschichte, Radwegen, Wintersport und sakraler Kultur. Für Sie entsteht dadurch ein Reiseziel, an dem Naturerlebnisse und historische Zeugnisse eng nebeneinanderstehen, ohne dass eine einzelne Aktivität den Ort bestimmt.
Kalksteinschluchten, Höhlen und geschützte Natur
Die Poráčská dolina ist eine 9 km lange Kalksteinschlucht, die durch die Erosion des Baches Poráčsky jarok entstand. In ihr liegt das nationale Naturreservat Červené skaly mit einer Fläche von 390 ha. Es schützt seltene Tierarten sowie kalkliebende Flora. Der Zugang ist dort überwiegend auf markierte Wanderwege sowie Rad- und Skilanglaufloipen beschränkt. Diese Vorgabe ist für Ihre Ausflugsplanung wichtig: Das Reservat ist nicht als frei begehbares Gelände beschrieben, sondern über ausgewiesene Wege und Loipen erschlossen.
Im Umfeld von Poráč liegt außerdem das Kalk-Dolomit-Gebiet Galmus zwischen Poráč und Slovinky. Dort wurde 1982 das Naturreservat Galmuská tisina zum Schutz der Europäischen Eibe ausgewiesen. Ein weiteres geologisches Ziel ist Šarkanova diera, eine 177 m lange Flusshöhle, die entlang von Klüften in hellen triassischen Kalksteinen entstand. Der Lehrpfad „Šarkanova diera“ beginnt in Poráč. Für den Eingangskorridor der Höhle im Katastergebiet von Poráč wurde 2008 die freie Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit erklärt. Diese Angabe bezieht sich auf den Eingangskorridor und nicht automatisch auf sämtliche Bereiche der Höhle.
Radrunden und Bergbaulehrpfad
Für das Radfahren stehen unterschiedlich lange Rundstrecken zur Verfügung. Die 20 km lange Galmus-Radrunde beginnt und endet in Poráč und weist einen anspruchsvolleren Anstieg auf. Die 54 km lange Radrunde über Závadka, Oľše und Galmus startet ebenfalls in Poráč und endet dort. Sie führt durch die Landschaft des Spiš mit Bergwiesen, offenem Gelände und Tälern. Damit unterscheiden sich die beiden Angebote nicht nur durch ihre Länge, sondern auch durch den beschriebenen Charakter der Strecke: Die kürzere Runde nennt ausdrücklich einen anspruchsvolleren Anstieg, während die längere Runde die Landschaft des Spiš in den Mittelpunkt stellt.
Der Poráčer Bergbaulehrpfad ist ein Rundweg mit drei Runden. Die erste Runde beginnt und endet an einem Erholungszentrum, führt am Bergbaumuseum des Tovarišstva Poráčskeho baníctva bei der Štôlňa Pavol vorbei und verläuft anschließend in Richtung Poráč. Die Wanderroute SR32 „Na Galmus“ beginnt an der SAD-Bushaltestelle und am Parkplatz in Poráč. Diese beiden Ausgangspunkte geben Ihnen eine konkrete Orientierung für unterschiedliche Zugänge zu den Wegen.
Bergbau und Wintersport
Das Besucherangebot im Bergwerk Poráč umfasst organisierte Besichtigungen der Grubenobjekte und die Nutzung des Bergbau-Draisinenovals. Der Zutritt zu den Grubenobjekten ist nur mit einer vom Eigentümer, der Gemeinde Poráč, bestimmten Führung erlaubt. Besuche des Bergbau-Draisinenovals müssen vorab mit dem Gemeindeamt von Poráč vereinbart werden. Für die Besichtigung ist somit zwischen einer organisierten Führung und dem gesondert zu vereinbarenden Draisinenoval zu unterscheiden.
Das Bergwerk Poráč mit seinem Areal ist als nationales Kulturdenkmal mit einem Bestand von neun Objekten ausgewiesen. Ergänzend bietet der Skikomplex Poráč Park 3,3 km Abfahrtsstrecken, zwei Schlepplifte, einen Kinderlift und eine Skischule. Im Skigebiet gibt es außerdem 25 km Langlaufloipen, davon 5 km präparierte Loipen. Die dokumentierten Angaben decken damit sowohl Abfahrten und Unterricht als auch den Langlauf ab.
Kirchen, Festival und lokale Traditionen
Die Kirche des heiligen Demetrios wurde am 14. Mai 1998 zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Es handelt sich um eine einschiffige Kirche im klassizistischen Stil; auf dem Eingangsportal steht die Jahreszahl 1775. Im Inneren befindet sich eine vierreihige hölzerne Ikonostase aus dem Jahr 1905, die von der Budapester Werkstatt Rétay és Benedek gefertigt wurde.
Im Pfarrgarten steht die Kapelle „Zosnutie presvätej Bohorodičky“. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ursprünglich im Barockstil errichtet und 1905–1906 im historistischen neugotischen Stil umgebaut und angepasst. Das Folklorefestival „Šachtare volajú“ findet seit 1993 jährlich in Poráč statt. Zur lokalen Esskultur gehört die langjährige Schafhaltung: Schafmilch wird in Poráč zu Käse und Bryndza verarbeitet.
Weitere Ziele im selben Reisebereich finden Sie unter Spisska Nova Ves, Smizany, Arnutovce, Hrabusice, Letanovce, Hnilcik, Hnilec und Spisske Tomasovce.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Spišská Nová Ves.