Trebišov – Schloss, Kirchen und Tokaj-Weinbau

Trebišov zwischen Schlossgeschichte, Kirchenkunst und Tokaj

Trebišov eignet sich für Sie, wenn Sie eine Reise durch die Südostslowakei mit greifbarer Geschichte, Museumskultur und Weinbau verbinden möchten. Im Mittelpunkt steht das spätbarocke Schloss, das später klassizistisch umgestaltet wurde und 1786 von Graf Imrich Csáky errichtet wurde. Heute beherbergt es das Heimatmuseum; seine Ausstellungen erstrecken sich auch auf angrenzende denkmalgeschützte Gebäude.

Schloss und Museum als vielseitiger Kulturort

Die Besichtigungsrundgänge des Museums setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Der erste Rundgang widmet sich der Familie Andrássy und dem Schloss in Trebišov, einschließlich des Tokaj-Weinbaus. Der zweite führt in die Archäologie des südlichen Zemplín und zur Schatzkammer der Familie Štefan Dobó. Im dritten Rundgang stehen Jagd und Wildschutz, volkstümliche Holzschnitzerei, traditionelles Handwerk sowie landwirtschaftliche Maschinen im Mittelpunkt.

Auch die Dauerausstellungen erweitern dieses Bild der Region. Sie behandeln Tokaj-Weinbau und Weinherstellung mit einem Archiv Tokajer Weine, die Geschichte der Landwirtschaft in der Ostslowakei, die Volkstracht und traditionelle Handwerke des Zemplín sowie historische Traktoren und Verbrennungsmotoren. Hinzu kommen Dampfpflüge und Seilpflüge, die Entwicklung des Dreschens in der Ostslowakei und archäologische Denkmäler des Bezirks Trebišov. Eine Verkostung von Tokajer Weinen gehört ebenfalls zum Museumsangebot.

Historischer Park und Fahrradtourismus

Zum Charakter von Trebišov gehört der historische Stadtpark. Seine Gestaltung begann im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Bau des Schlosses. Der Park entstand aus einem ursprünglichen Auwald und erstreckt sich über 62 Hektar. Dort wachsen historische sowie natürlich aufgekommene Nadel- und Laubbäume, Sträucher und weitere Pflanzen. Das Gesundheitsareal Bučov les im Waldpark dient Einwohnern und Besuchern im Rahmen des Fahrradtourismus. Damit verbindet Trebišov seine Schloss- und Stadtgeschichte mit einem weitläufigen Landschaftsraum, ohne dass Natur und Kultur getrennt voneinander betrachtet werden müssen.

Kirchen, Mausoleum und mittelalterliche Spuren

Mehrere Sakralbauten ergänzen das historische Profil. Die griechisch-katholische Kirche Mariä Entschlafung der Gottesgebärerin wurde zwischen 1818 und 1825 errichtet und am 28. August 1825 am Fest der Entschlafung der Gottesgebärerin geweiht. Die Innenrestaurierung wurde 1886 abgeschlossen. Dabei kamen eine geschnitzte Ikonostase und eine Kanzel des Holzschnitzers Peter Kovaliczky hinzu; die dominante Ikone zeigt den Tod der Jungfrau Maria.

Die römisch-katholische Kirche Mariä Heimsuchung geht auf einen ursprünglichen Bau vor 1404 zurück. Das gotische Baudenkmal besitzt ein 63 Felder umfassendes Netzrippengewölbe. Im Inneren finden sich acht Kompositionen aus dem Leben der Jungfrau Maria, zwölf Gemälde aus dem legendären Leben des heiligen Paulus des Eremiten sowie zwei monumentale Rokokogemälde aus dem Jahr 1777.

Das neugotische Mausoleum von Graf Július Andrássy wurde 1893 nach einem Entwurf des deutschen Architekten Arthur Meining errichtet. Es enthält einen Sarkophag des Budapester Bildhauers Juraj Zala, der in den Jahren 1893 bis 1895 entstand; Graf Július Andrássy ist dort seit 1894 bestattet. Ebenfalls zur historischen Überlieferung gehört das zweigeschossige Paulinerkloster, das 1502 auf Veranlassung des Palatins Imrich aus dem Geschlecht der Perényi errichtet wurde.

Parič und die Geschichte des Durchgangshandels

Die Wasserburg Parič eröffnet einen weiteren Zugang zur regionalen Geschichte. Ihre erste Bauphase als frühgotische Niederungswasserburg wird in das 12. oder 13. Jahrhundert datiert; die polygonale Steinbefestigung entstand zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Zur Anlage gehörten ein frühgotischer Palast, ein Eingangsturm und ein mit Stein ausgekleideter Brunnen im Burghof. Bei Parič gefundene polnische Groschen und ungarische Silbermünzen belegen einen Transit- beziehungsweise Durchgangshandel mit Polen zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert.

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