Horná Ves: Zwischen Wanderweg und Bergbaugeschichte

Horná Ves verbindet die Landschaft der Kremnické vrchy mit einer ungewöhnlich dichten Bergbaugeschichte. Für Ihre Reiseentscheidung bedeutet das: Sie können hier eine Route des Kremnica-Wanderwegs mit Spuren des historischen Erzabbaus und markanten Kulturdenkmälern verbinden. Der Ort liegt am Zusammenfluss des Lúčanský potok und der Rudnica; zugleich wird seine Lage mit einer gesunden Umwelt sowie mit Möglichkeiten für Spaziergänge und anspruchsvollere Wanderungen beschrieben.

Wandern in den Kremnické vrchy

Der zweite Abschnitt des Kremnica-Wanderwegs führt von Ihráč nach Nevoľné und von dort auf einer gelb markierten Route nach Horná Ves. In Horná Ves geht der Weg auf eine blau markierte Route zurück nach Kremnica über. Der Streckenverlauf verbindet damit vier namentlich genannte Orte: Ihráč, Nevoľné, Horná Ves und Kremnica. Die Route zum Kremnický štít gehört zu einem Lehrpfad.

Bergbaugeschichte unter und am Ort

Am südlichen Ortseingang befindet sich das Mundloch des Hlboká-Stollens, also sein Stolleneingang. Der Stollen wurde von 1519 bis 1613 aufgefahren und ist 7.050 Meter lang. Seine Funktionen umfassten die Entwässerung, den Transport und die Erkundung. Unter Horná Ves verläuft außerdem der Hlavná-Stollen mit einer Länge von 15.821 Metern. Er mündet bei Žiar nad Hronom in den Fluss Hron. Die Bergbaugeschichte des Ortes ist eng mit der Geschichte des Goldabbaus in Kremnica verbunden.

Ein weiterer historischer Zusammenhang zeigt sich am Wasserkraftwerk Primaverka. Es wurde 1896 in Horná Ves mit einer Leistung von 110 kW errichtet und diente dem Antrieb von Bergbaumaschinen im vierten Schacht in Kremnica. Auch die Verarbeitung des aus dem Grubenwasser des Hlboká-Stollens gewonnenen Ockers gehört zu dieser Geschichte: Während der Ersten Tschechoslowakischen Republik wurde er von der Farbová továreň bratov Strobentzových in Horná Ves verarbeitet und als Farbstoff an die chemische Industrie verkauft.

Kulturdenkmal im Zentrum

Im Zentrum von Horná Ves steht eine nationale Kulturdenkmalsäule aus dem Barock mit einer Skulptur der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem Jahr 1710. Die barocke Dreifaltigkeitssäule ist ein Votivensemble, das nach der Pestepidemie von 1710 entstand. 1776 wurde sie von Kremnica nach Horná Ves überführt; zuvor hatte sie vor der Kirche der Seligen Jungfrau Maria in Kremnica gestanden. Der Ortsbesuch erhält dadurch neben der Bergbaugeschichte einen klaren historischen Bezug zu Kremnica.

Weitere Orientierung im Ort

In Horná Ves gibt es außerdem eine Mehrzwecksportfläche für Volleyball, Basketball und Nohejbal. Im Winter wird diese Fläche zur Eisfläche für Hockeyspieler und Eisläufer. Für die weitere Orientierung stehen Ihnen auch Lúčky (Lúčky), Kremnica (Kremnica), Kremnické Bane (Kremnické Bane), Dolná Ves (Dolná Ves), Vieska (Vieska), Ihráč (Ihráč), Jastrabá (Jastrabá) und Kunešov (Kunešov) zur Auswahl.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Žiar Nad Hronom.

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