Bodza – Altwasser, Dorfgeschichte und Radrouten
Bodza verbindet eine ebene, waldlose Landschaft mit markanten Spuren bäuerlicher und herrschaftlicher Baugeschichte. Zwischen ehemaligen Flussufern, Altwässern, Glockentürmen und Radstrecken entsteht ein Ortsbild, das weniger von großen Anlagen als von einzelnen, klar unterscheidbaren Schauplätzen geprägt ist. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen Ort mit Landschaftsbezug und kleinteiliger Kulturgeschichte suchen, bietet Bodza mehrere Themen, die sich gut miteinander verbinden lassen.
Altwasser und flache Landschaft
Die Landschaft von Bodza ist eben und waldlos. Kleinere Erhebungen gelten als Überreste ehemaliger Flussufer, während flachere Bereiche ehemaligen Altwässern entsprechen. Diese historische Prägung lässt sich an mehreren Gewässern nachvollziehen. Der Kovács-See liegt im Zentrum von Bodza und trocknet im Sommer aus. Das Zsemlékes-Altwasser wird bereits 1268 erwähnt und reicht bis an die Grenzen von Lakszakállas und Lipové.
Das Zsemlékes-Gewässergebiet bildet im System des Ekel- und des Megye-Kanals ein zusammenhängendes Wassergebiet von etwa 2 km Länge. Im Zsemlékes-Gewässergebiet leben mehrere Fischarten. Das historische Zsemlékes-Altwasser, das Gewässergebiet im Kanalsystem und der Kovács-See bezeichnen unterschiedliche Landschaftselemente von Bodza.
Historische Häuser und dörfliche Bauformen
Mehrere Gebäude machen die Ortsgeschichte an konkreten Hausnummern ablesbar. Das Herrenhaus im Haus Nr. 118 ist ein schlichtes, eingeschossiges Gebäude mit L-förmigem Grundriss. Es wurde 1887 für den Verwalter des Besitzes der Familie Kálnoky errichtet. Das Herrenhaus im Haus Nr. 120 entstand in den 1880er Jahren durch Béla Végh aus Vereb. Es ist ebenfalls ein schlichtes, eingeschossiges Gebäude, besitzt jedoch einen rechteckigen Grundriss und einen offenen Säulengang, der von beiden Enden des Hofes zugänglich ist.
Das Haus Nr. 117 ist das älteste erhaltene bäuerliche Wohnhaus in Bodza. Es wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Lehmziegeln erbaut. Das Haus Nr. 8 ergänzt dieses Bild mit einer anderen Bauphase: Es ist ein aus Lehmziegeln errichtetes Typenhaus der 1920er Jahre und öffnet sich mit einem Säulengang zum Hof.
Glockentürme, Gemeindepark und Erinnerungsorte
Am Rand des Gemeindeparks von Bodza steht der römisch-katholische Glockenturm. Die ältere Glocke trägt eine Inschrift, nach der sie 1869 in Pest von Walser Ferenc gegossen wurde und dem heiligen Johannes Nepomuk gewidmet ist. Gegenüber der Straße neben dem Gemeindeamt steht der reformierte Glockenstuhl mit seinem Zwiebeldach; er wurde 1926 errichtet.
Der kleine Gemeindepark liegt vor dem Gemeindeamt und wurde 1974 als gelegentlicher Rastplatz für die Einwohner angelegt. Das Gemeindeamt selbst ist ein eingeschossiges, rechteckiges Gebäude mit neun Achsen und wurde 1913 erbaut. In Bodza gibt es außerdem ein Denkmal für deportierte ungarische Familien, ein Denkmal für den ungarischen Freiheitskampf von 1848 sowie einen hölzernen Gedenkpfosten für die Helden des Ersten und Zweiten Weltkriegs.
Bahnbezug und Radrouten
Der Personenfahrplan der ŽSR führt die Bahnstation Bodza bei Kilometer 74 zwischen Veľký Meder und Zemianska Olča auf. Für Radreisende unterscheiden sich die beiden beschriebenen Routen deutlich: Die regionale Radtourismusroute Z4 verläuft in Bodza entlang der Straße I/63 und verbindet Komárno mit Veľký Meder. Die lokale Radroute D2 führt von Lipové über eine Brücke, entlang eines Wasserkanals und über einen Feldweg bis nach Bodza.
Für weitere Ortsvergleiche können Sie auch Lipové, Martovce, Holiare, Bajč, Hurbanovo, Kolárovo, Veľké Kosihy und Iža aufrufen.
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