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Beladice: Herrenhäuser, Keramikkunst und Kulturlandschaft

Unterkünfte in Beladice

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Beladice liegt im Donautiefland auf der Žitava-Tafel. Durch den Ort fließt der Bach Drevenica, der unterhalb des Tribeč entspringt und in den Fluss Žitava mündet. Sein Charakter entsteht vor allem aus der Verbindung von Landschaft, Herrenhäusern, Kirchen und einem dokumentierten Radangebot. Für eine kulturorientierte Reise durch die Slowakei bietet Beladice damit mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.

Herrenhäuser und geschützte Parkanlagen

Das Herrenhaus Szentiványi wurde 1874 für O. Sentiváni nach Plänen von V. Balogh umfassend in einem romantischen neubarock-klassizistischen Stil umgebaut. Seine Hauptfassade ist zum Park ausgerichtet. Im Erdgeschoss sind Kassettendecken und eine hölzerne Wandverkleidung erhalten. Zum Park gehören seltene Laubbäume, insbesondere Linden und Pappeln, sowie ein Mausoleum der Familie Szentiványi aus dem Jahr 1874.

Der Park beim Herrenhaus ist als unbewegliches nationales Kulturdenkmal unter der Nummer ÚZPF 1397/2 eingetragen; zu den geschützten Merkmalen gehören insbesondere die Parkgehölze. Park Hotel Tartuf und das Herrenhaus bilden gemeinsam ein geschütztes Kulturdenkmal. Die Anlage lässt sich dadurch als historisch geprägter Ort mit klar erkennbaren Bezügen zwischen Architektur und Park verstehen, ohne dass die einzelnen Gebäude dieselbe Geschichte haben.

Keramikkunst im Herrenhaus Pustý Chotár

Ein zweiter kultureller Schwerpunkt befindet sich im Herrenhaus Pustý Chotár in Beladice. Das Gebäude wurde um 1820 von der Adelsfamilie Jesenský errichtet. Heute befindet sich dort die Natural Gallery of Art Ceramics, die für Touristen und die allgemeine Öffentlichkeit kostenlos zugänglich ist. Für den Besuch ist besonders die Verbindung von historischem Gebäude und zeitgenössisch ausgerichtetem Keramikthema interessant.

Der Internationale Keramik-Workshop begann 1999 im Bereich des denkmalgeschützten Herrenhauses Pustý Chotár. Bis 2009 wurden insgesamt acht Workshops mit mehr als 50 Künstlern aus 22 Ländern veranstaltet. Im Inneren des Herrenhauses ist außerdem ein Fayencekamin in Form eines pseudorenaissancezeitlichen Anrichteschranks aus den 1890er-Jahren erhalten. Herrenhaus und ursprünglicher Park wurden von 1998 bis 2003 umfassend rekonstruiert und renoviert.

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Kirchen, Kapellen und historische Spuren

In Veľké Chrašťany steht die heutige Pfarrkirche des heiligen Johannes von Nepomuk, die von 1795 bis 1804 erbaut wurde. An derselben Stelle entstand bereits 1332 eine erste Kirche, die durch türkische Plünderungen unterging. Ebenfalls in Veľké Chrašťany befindet sich das Sirániovský-Herrenhaus, ein zweigeschossiger klassizistischer Bau vom Ende des 18. Jahrhunderts, der sich derzeit als Ruine in einem verlassenen Zustand befindet.

In Malé Chrašťany wurde die Kapelle zum Heiligen Kreuz 1863 von der Familie Ramplet als Familiengrabstätte errichtet und in den 1980er-Jahren für Gottesdienste angepasst. Vor dem Haus Nr. 17 steht eine volkstümliche barocke Statue des heiligen Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1766. In Pustý Chotár wurde die Kirche Unserer Lieben Frau von Fatima am 22. Oktober 2000 geweiht; die ersten Bauarbeiten hatten am 25. Februar 1994 begonnen.

Beladice mit dem Rad erleben

Die Dolnožitavská-Radroute führt nach Beladice. Laut der Streckenbeschreibung ist sie 43 km lang, weist 77 Höhenmeter auf und eignet sich für Rennräder und Mountainbikes. Damit ergänzt eine klar beschriebene, sportlich orientierte Möglichkeit die kulturellen Ziele rund um Herrenhäuser, Parkanlagen und Sakralbauten.

Weitere Ortsseiten

Für die weitere Auswahl können Sie auch die Ortsseiten von Slepčany, Beladice, Tesárske Mlyňany, Vieska Nad Žitavou, Topoľčianky, Veľké Vozokany, Zlatno und Nemčiňany aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zlaté Moravce.

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