Zemianska Olča: Natur, Kultur und Wege an der Donau
Zemianska Olča liegt auf 113 m Höhe an der Südostspitze der Žitnoostrovská-Ebene, unweit der Donau und zwischen Komárno und Dunajská Streda. Die Gemeinde befindet sich in einem Gebiet, in dem Donau, Waag, Nitra, Žitava und ihre Seitenarme zwischen Komárno, Číčov und Topoľníky den unteren Žitný ostrov bilden.
Naturraum und Umweltbildung
In das Gemeindegebiet reicht das staatliche Naturschutzgebiet Dropie hinein. Dort bemühen sich Naturschützer um den Erhalt der Großtrappe (Otis tarda). Ebenfalls im Gemeindegebiet liegt ein Rest des Donauurwalds, der als Malotônsky les bekannt ist. Beide Bezüge geben der Landschaft eine konkrete Eigenart, ohne sie auf eine einzelne Sehenswürdigkeit zu reduzieren.
Das Umweltbildungszentrum SEV SAŽP Dropie liegt im Katastergebiet von Zemianska Olča. Es bietet für eine breite Zielgruppe non-formale Bildung in Form praktischer Umweltbildung an. Die Programme vermitteln die Natur- und Kulturwerte der Region Dolný Žitný ostrov und stellen zugleich die Werte des Vogelschutzgebiets Ostrovné Lúky vor. Wenn Sie bei Ihrer Reise nicht nur Landschaft betrachten, sondern auch deren ökologische und kulturelle Zusammenhänge verstehen möchten, ist dieser dokumentierte Schwerpunkt besonders interessant.
Verkehrslage und Ortsorientierung
Durch das Gemeindegebiet verlaufen die Hauptstraße Bratislava–Komárno, eine Eisenbahnstrecke und mehrere Nebenstraßen. Zemianska Olča verfügt außerdem über einen eigenen Bahnhof; durch die Gemeinde verkehren sechs Buslinien.
Kulturdenkmäler und Ortsgeschichte
Auf dem jüdischen Friedhof in der Železničná-Straße steht ein Denkmal für 120 jüdische Opfer des Zweiten Weltkriegs aus Zemianska Olča und der Umgebung. Es wurde um 1946 errichtet und gilt als eines der frühesten Denkmäler dieser Art in der Slowakei. Auf dem katholischen Friedhof befindet sich außerdem eine kleine quadratische romantische Kapelle aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Steinvasen schmücken den Bau, der als Grabkapelle der Adelsfamilie Galambos diente.
Der Námestie hrdinov wurde zwischen 1992 und 1994 in einen Park mit Teich und Springbrunnen umgestaltet. Zum Park gehört eine ökumenische Kapelle des Architekten Peter Dócze, in der heute Kammerveranstaltungen stattfinden. Dort stehen auch zwei Denkmäler: Das Denkmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs wurde 1929 enthüllt und von Július Berecz sowie dem Steinmetz Viktor Komáromi geschaffen. Gegenüber befindet sich das Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs, das von Rozália Darázsová sowie Milan und Ivica Schwarz geschaffen wurde.
Weitere Einblicke in die Ortsgeschichte geben das Haus Nr. 566/11 am Ende des sogenannten Dlhý dvor und das Haus Nr. 241/33. Das erste wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichtet und ist ein Haustyp der ärmeren Bevölkerung. Das zweite entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Haus eines wohlhabenderen Bauern und besitzt eine zum Hof geöffnete hölzerne Laube. Die Walzenmühle von Holczer wurde 1910 als moderne dampfbetriebene Walzenmühle errichtet.
Die reformierte Kirche ist ein ausgewiesenes nationales Kulturdenkmal. Der klassizistische Bau mit zurückhaltenden barocken Elementen entstand 1791, wurde 1804 neu fassadiert und 1925 umgebaut. Die Kirche ist in gutem Zustand und dient ihrem religiösen Zweck. Zur Ortsauswahl gehören außerdem die Holczer-Kurie aus dem späten 19. Jahrhundert, ein Freilichtmuseum beziehungsweise traditionelles Bauernhaus, lokalhistorische Denkmäler und eine Turul-Statue. Als weiterer benannter Ort befindet sich Carp Paradise in der Ružová ulica 998 in Zemianska Olča im Bezirk Komárno.
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