Reľov zwischen Spišská Magura und Goralentradition
Reľov am Fuß der Spišská Magura
Reľov verbindet eine ausgeprägte Berglandschaft mit überlieferten Formen des Dorflebens. Der Ort liegt am Fuß der Spišská Magura und ist an drei Seiten von hohen Bergen umgeben.
Waldlandschaft und Naturbeobachtung
Das Gemeindegebiet ist größtenteils mit Nadelwald bedeckt. In den Wäldern von Reľov leben Rehe; zeitweise kommen dort auch Rothirsche, Wildschweine, Bären und Wölfe vor. Bei Spaziergängen können Sie Hasen, Füchse, Marder, Eichhörnchen, Dachse und Wildkatzen beobachten, mit etwas Glück auch Luchse.
Eine besondere Naturerscheinung ist die Quelle Teplica unterhalb von Baniská: Sie friert im Winter nicht zu. Auch die Nutzung der Waldlandschaft gehört zum örtlichen Charakter. In Reľov gesammelte Waldbeeren werden zur Herstellung von Eingemachtem, Sirupen und Marmeladen verwendet. Der Ort hat dabei seinen landwirtschaftlich-pastoralen Charakter bis heute bewahrt.
Goralische Sprache und lebendige Traditionen
In Reľov wird bis heute traditioneller Goralendialekt gesprochen. Die Ortsgeschichte reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück, als Reľov von Magister Kokoš Berzeviczy gegründet wurde. 1314 wurde der Ort den Kartäusern auf Skala útočišťa geschenkt. Für die kulturelle Orientierung vor Ort ist außerdem die Tradition des Laienschauspiels bemerkenswert: Sie reicht bis etwa 1925 zurück, und 2009 wurde in Reľov wieder mit den Proben für Laienschauspiele begonnen.
Auch weihnachtliche Hirtenspiele haben sich in etwas veränderter Form bis heute erhalten. Ein weiterer wiederkehrender Bestandteil des örtlichen Lebens ist das alljährliche Dreikönigs-Tischtennisturnier mit langjähriger Tradition. Solche Bräuche und Veranstaltungen ergänzen das Landschaftsbild um eine soziale und kulturelle Dimension, ohne dass Reľov auf ein einzelnes Ausflugsziel reduziert werden muss.
Ortsbild und sakrale Architektur
Zu den charakteristischen baulichen Formen gehören traditionelle dreiräumige Blockhäuser mit hölzernen Wirtschaftsgebäuden. Sie bilden in Reľov geschlossene Hofanlagen und machen den landwirtschaftlichen Ursprung des Ortes am Ortsbild ablesbar. Ein weiteres historisches Zeugnis ist die Kirche der Erhöhung des Heiligen Kreuzes. Sie wurde nach 1787 unter Einbeziehung einer älteren Renaissancekapelle in ihren Grundriss errichtet. Bei der Kirche sind Presbyterium und Sakristei Renaissance.
Weg durch die Spišská Magura
Zu den für Reľov aufgeführten touristischen Wegen gehört PI01 Hrebeňom Spišskej Magury - západná časť. Die benannte Strecke führt von Strednica über Magurka, Bukovina, Smrečiny und Magurské sedlo. Auf dem Weg folgen fünf benannte Stationen aufeinander: Strednica, Magurka, Bukovina, Smrečiny und Magurské sedlo. Damit ist für die Reiseplanung ein konkreter Wegabschnitt dokumentiert, während die übrigen Ortsmerkmale eher zu Spaziergängen, Naturbeobachtung und einer kulturgeschichtlichen Beschäftigung mit Reľov einladen.
Für den weiteren Reisevergleich können Sie außerdem Veľká Lomnica, Vrbov, Lechnica, Spišská Belá, Mlynceky, Slovenská Ves, Spišská Stará Ves und Malý Slavkov ansehen.
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