Vrbov: Thermalpark, Kirchen und Wege mit Tatra-Blick
Vrbov verbindet Thermalwasser, ein bemerkenswertes historisches Ortsbild und Wege durch die Landschaft am Fuß der Gipfelkulisse der Hohen Tatra. Damit lässt sich der Ort auf unterschiedliche Weise entdecken: mit einem Aufenthalt im Thermal Park Vrbov, bei einem Spaziergang an den Teichen, auf ausgewiesenen Radwegen oder entlang mehrerer Kirchen und Denkmäler. Besonders auffällig ist der Wechsel zwischen Erholung und Kultur, denn die ältesten Bauwerke des Ortes stehen in engem thematischem Kontrast zu den ganzjährig nutzbaren Thermalbecken.
Thermal Park Vrbov: Becken für verschiedene Jahreszeiten
Der Thermal Park Vrbov verfügt über neun Becken, darunter drei Kinderbecken. Die drei Becken für Kinder machen das Angebot auch für Familien konkret erfassbar, ohne dass der Park auf einen einzigen Nutzungsschwerpunkt festgelegt ist. Besucher können dort das ganze Jahr über Thermalbecken mit geothermischem Wasser nutzen.
Während der Wintersaison stehen im Thermal Park Vrbov vier Becken mit geothermischem und klarem Wasser zur Verfügung.
Kirchen und Denkmäler im Ortsbild
Die römisch-katholische Kirche des heiligen Serváca ist eine romanische Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie gilt als das älteste und bedeutendste Objekt im Denkmalgebiet von Vrbov und besitzt eine reiche barocke Innenausstattung. Auch das Patrozinium ist ungewöhnlich: Die Kirche des heiligen Serváca hat in der Slowakei ein einzigartiges Patrozinium.
Zum historischen Ortsbild gehört außerdem der gemauerte Glockenturm von Vrbov. Der Bau stammt aus dem 16. Jahrhundert, ist spätgotisch und besitzt einen quadratischen Grundriss. Eine andere konfessionelle und architektonische Perspektive bietet die evangelische Kirche von Vrbov. Sie wurde 1784 als Toleranzkirche ohne Turm errichtet und ist ein barock-klassizistischer Bau. Südlich des Glockenturms steht die Immaculata, eine Mariensäule mit einer Statue der Jungfrau Maria.
Über die sakralen Bauwerke hinaus gehört auch die Leinenherstellung zur Geschichte des Ortes. In Vrbov hat sie eine lange Tradition. Für einen Ortsbesuch bedeutet das: Die kulturelle Seite beschränkt sich nicht auf einzelne Gebäude, sondern umfasst auch ein überliefertes Handwerk.
Spaziergang mit Blick auf die Hohe Tatra
Der dokumentierte Spaziergang rund um Vrbov beginnt hinter Vrbov an einem Parkplatz. Zunächst führt die Strecke etwa 20 Minuten auf einem bequemen asphaltierten Weg am Ufer der Teiche entlang, bevor sie auf einen Feldweg abzweigt. Die Route wechselt damit bewusst zwischen einem befestigten Abschnitt am Wasser und einem Feldweg. Sie führt außerdem zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf die Gipfel der Hohen Tatra.
Radwege mit unterschiedlichen Belägen
Für das Radfahren ist die Route 5890 „Zlatná–Kežmarok–Vrbov“ mit 11 km Länge und 120 m Höhenunterschied dokumentiert. Ihr Belag wechselt zwischen Asphalt, Schotter und Feldwegen. Wer eine andere Verbindung betrachtet, findet auf slowakischer Seite realisierte Abschnitte der Cesta na Spiši von Kežmarok nach Huncovce, Vrbov und Strážky. Der 4,6 km lange Abschnitt des Weges Huncovce–Kežmarok–Vrbov führt auf einem breiten asphaltierten Weg bis ins Zentrum von Vrbov.
Zum Okres Kežmarok gehören auch Jezersko, Osturna, Zakovce, Tvarožná, Veľká Franková, Spišské Hanušovce, Lechnica und Stara Lesna.
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