Fričovce: Kastell, Kirchen und Wege ins Tal Kanné

Fričovce verbindet ein ungewöhnlich konzentriertes historisches Erbe mit Spazierwegen und dem Zugang zum Tal Kanné. Im Mittelpunkt steht das Renaissance-Kastell, ergänzt durch die Kirche des heiligen Bartholomäus, eine Grabkapelle im Empirestil und weitere Zeugnisse der Ortsgeschichte. Wer eine Unterkunft in Fričovce sucht, kann den Ort daher als Ausgangspunkt für Kultur und Landschaft kennenlernen.

Renaissance-Kastell mit seltener Sgraffitoverzierung

Das Renaissance-Kastell Fričovce wurde von 1623 bis 1630 vom Meister Michal Sorger aus Prešov für den Adeligen Valent Berthóty erbaut. Seine Architektur ist nicht nur wegen der Entstehungszeit bemerkenswert: Die Blindarkaden waren ursprünglich mit 150 mythologischen und historischen Figuren geschmückt. Dargestellt wurden Themen aus der Antike, dem Mittelalter und der Neuzeit.

Erhalten ist außerdem eine Sgraffitoverzierung, die zu den seltensten ihrer Art in der Slowakei gehört. Das Kastell ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Führungen vermitteln Geschichte, Architektur und die besondere Sgraffitoverzierung und geben dem Besuch damit einen klaren kulturhistorischen Schwerpunkt.

Park, Spaziergänge und Kirchen im Ort

Zum Kastell gehört ein etwa 5 Hektar großer Park. Teiche, Wasserelemente, alte Bäume und zahlreiche natürliche Winkel prägen diesen Raum, der sich für Spaziergänge und Erholung eignet. Die ungefähre Größe bleibt dabei ein wichtiger Orientierungspunkt: Der Park ist weit mehr als eine kleine unmittelbare Anlage am Gebäude, ohne dass daraus ein bestimmter Rundweg abgeleitet werden sollte.

Die Kirche des heiligen Bartholomäus wurde 1737–1738 an der Stelle einer zuvor dort stehenden gotischen Kirche aus dem 14. oder 15. Jahrhundert erbaut. Im Inneren befindet sich ein 1752 vom Meister J. Kebling aus Levoča geschaffener Altar. Unter der Kirche liegt eine Krypta, die als Grabstätte von Adeligen aus dem Fričovcer Zweig der Familie Berthóty gilt. Vor der Kirche steht eine 1811 errichtete Grabkapelle in der Gestalt eines kleinen Mausoleums, gestaltet im Empirestil. Die römisch-katholische Kirche der Drei Märtyrer von Košice kam 1993 hinzu.

Tal Kanné und höher gelegene Aussichtspunkte

Fričovce ist ein Ausgangspunkt für den Zugang zum Tal Kanné. Durch das Tal führt ein markierter Wanderweg von Šindliar zum Kamm des Branisko. Damit lässt sich die Ortsgeschichte um eine landschaftliche Perspektive ergänzen: Das Kastell und der Park stehen für kurze, ortsnahe Erkundungen, während der markierte Weg eine Wanderverbindung durch das Tal und hinauf zum Branisko beschreibt.

Nördlich von Fričovce liegt das Hradisko, eine archäologische Fundstätte mit Funden einer slawischen Wallburg aus dem frühen Mittelalter. In den höher gelegenen Teilen von Fričovce gibt es schöne Panoramablicke. Für die Anreise liegt Fričovce an der Trasse der Autobahn D1; laut kommunaler Bewertung begünstigt dies eine gute Erreichbarkeit.

Für die weitere Orientierung in der Slowakei finden Sie auch Hermanovce, Veľký Šariš, Trnkov, Kapušany, Preschau und Ľubotice.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prešov.

Unterkünfte in Fričovce vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com