Hermanovce: Kulturdenkmäler und Wege in der Šarišská vrchovina
Hermanovce zwischen Kulturerbe und Šarišská vrchovina
Hermanovce liegt an den Hängen der Šarišská vrchovina und verbindet markante Zeugnisse der Ortsgeschichte mit Wanderwegen in einer hügeligen Landschaft. Besonders prägend ist die Kirche der heiligen Elisabeth von Ungarn: Laut Gemeinde gilt sie als das Wahrzeichen von Hermanovce. Für die Einordnung des Ortes sind außerdem der Gloriet, das historische Kaštieľ Péchy, eine Gedenkstube und Wege in Richtung Mindžová und Chotárna wichtig.
Kirche, Gloriet und Erinnerungsorte
Die Kirche der heiligen Elisabeth von Ungarn ist eine 1650 errichtete Barockkirche. Sie steht an der Stelle einer älteren gotischen Kirche, die bereits 1438 erwähnt wurde, und wurde zwischen 1860 und 1864 restauriert. Damit liegen an einem Ort mehrere klar unterscheidbare Zeitschichten: die mittelalterliche Vorgeschichte, der barocke Bau und die Restaurierung des 19. Jahrhunderts.
Vor dem Eingang der Kirche steht der Gloriet, ein künstlerisches Grabdenkmal aus dem Jahr 1811. Das Bauwerk verbindet die Funktion eines Gartenpavillons mit der eines symbolischen und tatsächlichen Familienmausoleums. Als nationale Kulturdenkmalsstätte ist der Gloriet im Zentralen Verzeichnis des Denkmalfonds unter der Nummer 292/2 eingetragen und gilt als bedeutende Sehenswürdigkeit von Hermanovce.
Ein anderer Zugang zur Geschichte des Ortes ist die Gedenkstube für Štefan Hlaváč und František Majoch. Sie erinnert an zwei Priester aus Hermanovce. Zu sehen sind Messgewänder, ein Grabkreuz, Bücher und Fotografien aus dem Leben von Štefan Hlaváč. Der František-Majoch gewidmete Teil dokumentiert anhand von Fotografien die Orte, an denen der Priester ums Leben kam und bestattet ist. Eine Urkunde zur Erbteilung aus dem Jahr 1320 nennt Hermanovce als „Villa Hermanni superior et inferior“, also als Oberes und Unteres Hermanovce.
Kaštieľ Péchy und der Ortskern
Kaštieľ Péchy ist ein historischer Adelssitz in Hermanovce, dessen Geschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Er gilt als einzigartiges Beispiel eines Adelssitzes mit reichem Kulturerbe und steht inmitten eines drei Hektar großen englischen Parks. Das Kaštieľ ist ein Privatobjekt und nach vorheriger Vereinbarung zugänglich. Diese Einschränkung gehört zur praktischen Orientierung: Der Adelssitz ist nicht als frei zugängliches Ziel beschrieben.
Im Ortszentrum sind dagegen öffentlich zugängliche Reste des zum Péchy-Besitz gehörenden Wirtschaftshofs erhalten, des sogenannten Pánsky dvor. Nördlich von Hermanovce liegt am Fuß des Hügels Kucmanka außerdem ein Kreuzweg. So ergänzen sich im Ort und in seiner Umgebung historische Anlagen, religiöse Erinnerungsorte und Landschaftselemente.
Wanderwege bis Mindžová und Chotárna
Am Friedhof bei der Bushaltestelle beginnt ein rot markierter Wanderweg. Er führt über Chrasť auf 773,5 m ü. d. M. und Lazy auf 853,9 m ü. d. M. zum Berg Mindžová mit 920 m ü. d. M. und weiter bis in die Gemeinde Tichý potok. Der Wanderweg Hermanovce–Chotárna wurde 2013 eröffnet. Die Chotárna-Hütte wird von vorbeikommenden Besuchern und von Wanderern besucht, die für ein Wochenende in die Region kommen und dort übernachten.
Die Route in Richtung Chotárna bietet Ausblicke auf den Čergov und das Tal bei Renčišov. Damit stehen für die Planung unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: kulturgeschichtliche Zeugnisse im Ort, ein Weg mit ausgewiesenen Höhenpunkten und eine Landschaftsroute mit Blicken über den Čergov und das Tal. Welche dieser Seiten von Hermanovce im Vordergrund steht, lässt sich so an der gewünschten Mischung aus Kulturerbe und Wandern ausrichten.
Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.
Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.comWeitere Ziele zur Orientierung
Weitere Ortsseiten finden Sie unter Fričovce, Veľký Šariš, Kapušany, Trnkov, Preschau und Ľubotice.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prešov.
