Sereď: Kultur, Geschichte und Radweg am Váh
Sereď verbindet mehrere klar unterscheidbare Seiten der Slowakei: Stadtgeschichte, die Erinnerung an den Holocaust, die Spuren der Burg Šintava und einen Radweg entlang des Váh-Damms. Wenn Sie eine Unterkunft in einem Ort mit kulturellen Zielen und einer dokumentierten Verbindung zum regionalen Radverkehr suchen, bietet Sereď dafür verschiedene Anknüpfungspunkte.
Stadtmuseum und besondere Ausstellungen
Das Stadtmuseum Sereď befindet sich in der ehemaligen römisch-katholischen Pfarrei, die heute als Fándlyho fara bekannt ist. Im Museum gibt es sechs Dauerausstellungen. Eine davon ist die Ausstellung „Dialog des Erkennens durch Berührung“. Sie arbeitet mit moderner Technik, darunter einem 3D-Modell und Audiokommentaren auf Slowakisch und Englisch, und richtet sich an blinde und sehbehinderte Besucher.
Die Hauptausstellung des Stadtmuseums ist dem Šintava-Wasserschloss gewidmet. Sie zeigt archäologische Funde aus dem Hof des Schlosses Sereď, darunter Keramik, Kacheln, wertvolles Glas, Waffen, kleinere Gegenstände und Münzen aus den Ausgrabungen von 1984 bis 1992. Damit steht nicht nur das Bauwerk selbst im Mittelpunkt, sondern auch das materielle Zeugnis seiner früheren Nutzung.
Šintava, Schlosspark und historische Bauwerke
In der Bastion der Festung Šintava befinden sich sogenannte Kasematten mit zwei Paaren von Geschützscharten, einem großen überwölbten Raum und drei Pfeilern. Das Bauwerk wurde Mitte des 16. Jahrhunderts, etwa um 1550, aus Ziegeln errichtet. Schloss und Park Sereď bewahren außerdem einen erhaltenen Rest der Burg Šintava, der durch die Verbindung und den Umbau von Teilen der ehemaligen Wasserburg entstand.
Auch außerhalb des Museums begegnen Ihnen historische Zeugnisse. Das jüdische Ritualbad, die Mikwe, in Sereď wurde 1904–1905 erbaut. Die Kirche Johannes des Täufers entstand 1781 im barock-klassizistischen Stil und gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im Katastergebiet liegt zudem ein geschütztes Parkareal, das dem Grundriss der ehemaligen äußeren Renaissancebefestigung der Burg Šintava folgt.
Erinnerungsort Holocaustmuseum
Das Holocaustmuseum in Sereď bewahrt die Erinnerung an die Ereignisse des Holocausts, die slowakische Juden betrafen, und dient der Bildung der breiten Öffentlichkeit. Seine Bildungsarbeit findet in den authentischen Räumen des ehemaligen Arbeits- und späteren Konzentrationslagers statt. Das Museum bietet außerdem eine Führung beziehungsweise Erläuterung in Gebärdensprache an. Dieser Ort setzt einen bewussten, eigenständigen Schwerpunkt neben den stadtgeschichtlichen Ausstellungen.
Festtradition und Radfahren am Váh
Der Seredský Hodový Jarmok findet regelmäßig im letzten Drittel des Juni statt, traditionell um den Johannistag. Seit 2022 umfasst sein Programm auch historische und handwerkliche Programmpunkte. Seit 2015 gehören außerdem Konzerte im städtischen Amphitheater zum Seredský Hodový Jarmok. Die genannten Zeitangaben beschreiben die Entwicklung des Festprogramms und keine zusätzliche Aussage über einen zukünftigen Veranstaltungstermin.
Für Radfahrer ist der Weg entlang des Váh-Damms ein klar benanntes Element des Ortsgebiets. Er verbindet den nördlichen und südlichen Teil des Katastergebiets von Sereď und ist Teil der Vážska cyklo-magistrála. Sereď ist außerdem über eine Autobahnverbindung nach Bratislava, Nitra und Trnava sowie mit der Eisenbahn erreichbar.
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