Horné Dubové: Kirche, Glocken und Kulturgeschichte

Horné Dubové zeigt seine Geschichte besonders deutlich an einem bedeutenden Sakralbau, an Erinnerungsorten und an Persönlichkeiten, die mit dem Ort verbunden sind. Wenn Sie sich für slowakische Kulturgeschichte abseits großer Städte interessieren, führt der wichtigste Anhaltspunkt zunächst zur barocken römisch-katholischen Kirche des heiligen Martin.

Die Kirche des heiligen Martin

Die Kirche des heiligen Martin gilt als bedeutendstes Denkmal von Horné Dubové. Ihre heutige Gestalt entstand 1720 durch den Wiederaufbau der Ruinen einer früheren gotischen Kirche. Damit verbindet das Gebäude zwei klar benannte historische Phasen: die gotische Vorgängerkirche und den barocken Wiederaufbau. Für Ihre Orientierung vor Ort ist diese Baugeschichte der zentrale kulturelle Bezugspunkt von Horné Dubové.

Auch die Ausstattung der Kirche bewahrt konkrete Jahreszahlen. Die große Glocke wurde 1695 von der Gemeinde in Auftrag gegeben, die kleine Glocke 1795 angeschafft. Hinzu kommt die Statue des Heiligsten Herzens, die am 3. Juli 1927 in Horné Dubové aufgestellt wurde. Die Statue der Madonna mit dem Kind gehört ebenfalls zu den Denkmälern von Horné Dubové. Zusammen ergeben diese Angaben kein abstraktes Ortsbild, sondern eine Abfolge von Bau, Gemeindegeschichte und religiöser Kunst, die sich zeitlich über mehrere Jahrhunderte erstreckt.

Persönlichkeiten und überlieferte Ortsgeschichte

Zur kulturellen Einordnung gehören außerdem Juraj Fándly und Emil Krapka. Der slowakische Schriftsteller Juraj Fándly unterrichtete und predigte von 1780 bis 1807 in Horné Dubové. Im Pfarrarchiv werden Predigten aufbewahrt, die er bei den Festen Dubovské hody für die Einwohner von Horné Dubové hielt. So erscheint die Ortsgeschichte nicht nur über ein Bauwerk, sondern auch über überlieferte Texte und das religiöse Leben der Gemeinde.

Emil Krapka wurde am 17. Juli 1925 in Horné Dubové geboren. Er war Jesuit, Theologe, Geheimlehrer, Organist und geistlicher Vater. Sein Lebenslauf ergänzt die Geschichte des Ortes um eine Persönlichkeit mit religiösem und musikalischem Hintergrund. Wer in Horné Dubové nach kulturgeschichtlichen Anknüpfungspunkten sucht, begegnet damit unterschiedlichen Formen des Erinnerns: Architektur, Glocken, Statuen, Predigten und Biografien.

Name, Lage und konkrete Orientierung

Auch der Ortsname verweist auf die frühere Landschaft. Der Name Horné Dubové geht auf Eichenwälder zurück, die die Umgebung der Siedlung vor ihrer Rodung ausgedehnt bedeckten. Die Landschaftsgeschichte bleibt damit bereits im Namen des Ortes präsent.

Für die örtliche Orientierung sind drei Bushaltestellen genannt: bytovka PD, dolný koniec und ZŠ. Eine weitere präzise Lageangabe betrifft den jüdischen Friedhof. Er liegt 750 Meter südwestlich vom südlichen Ortsrand von Horné Dubové an einem Feldweg.

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