Pataš – Kulturgeschichte und Radwege im südlichen Žitný ostrov
Pataš liegt im südlichen Teil von Žitný ostrov und verbindet eine klar erkennbare Ortsgeschichte mit zwei dokumentierten Radrouten. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise einen kleineren Ort mit historischen Bezugspunkten und flachen Strecken auswählen, finden Sie hier unterschiedliche Zugänge: Die reformierte Kirche erzählt von der Baugeschichte der Gemeinde, mehrere Gedenkorte verweisen auf ungarische und lokale Erinnerungskultur, und die Radwege führen durch Pataš oder an dem Ort vorbei. Die Gemeinde wurde erstmals 1270 schriftlich erwähnt.
Kirche und Gedenkorte in Pataš
Im südöstlichen Teil der Gemeinde steht die reformierte Kirche von Pataš. Sie wurde 1794 im klassizistischen Stil erbaut und in den 1830er Jahren umgebaut. Der einschiffige Bau besitzt einen Turm mit Kuppelhelm; zur Ausstattung gehört außerdem eine gemauerte Kanzel aus dem Jahr 1834. Damit lässt sich an einem einzelnen Bauwerk sowohl die ursprüngliche Entstehungszeit als auch eine spätere Veränderung im 19. Jahrhundert ablesen.
Ein weiterer Orientierungspunkt befindet sich auf dem Gemeindefriedhof: An der Wand des Leichenhauses in Csilizpatas [Pataš] erinnert eine Gedenktafel an 29 im Zweiten Weltkrieg gefallene Ortsangehörige. An dieser Gedenktafel finden jährlich Kranzniederlegungsfeiern statt. Der Ort ist damit nicht nur durch seine Lage auf dem Friedhof bestimmt, sondern auch durch eine bis heute wiederkehrende Form des Gedenkens.
Neben dem Kulturhaus von Csilizpatas [Pataš] steht der „Csilizpatas millecentenáriumi kopjafa“. Die Gemeindeverwaltung Csilizpatas schuf dieses Denkzeichen 1996 anlässlich des 1100. Jahrestags der ungarischen Landnahme. Ein weiterer historischer Bezugspunkt liegt auf dem alten Friedhof von Csilizpatas [Pataš]: Dort befindet sich das Grab des Honvéd Simon Péter, der am 7. September 1848 im Alter von 20 Jahren eingezogen wurde.
Mit Pataš verbunden ist außerdem das ungarische Neujahrsgrußlied „Mivel új esztendőt kezdünk“. Überliefert ist es im Zusammenhang mit dem Neujahrsansingen, dem Gratulieren und dem Spendensammeln. Früher war dieser Brauch allgemein verbreitet; mancherorts wird er noch heute gepflegt. Für die kulturelle Einordnung des Ortes ergänzt diese Überlieferung die sichtbaren Bau- und Gedenkorte um eine immaterielle Tradition, deren historischer Charakter erhalten bleibt.
Flache Radrouten mit Bezug zu Pataš
Für die Fortbewegung mit dem Fahrrad sind zwei unterschiedliche Strecken dokumentiert. Die Radroute Vámosszabadi–Medveďov–Boheľov ist 18,7 Kilometer lang, flach, ausgeschildert und für alle Fahrradtypen geeignet. Ihr Verlauf führt über Baloň und Čiližská Radvaň durch Pataš weiter nach Boheľov. Die Route stellt den Ort damit in einen längeren Streckenzusammenhang, ohne dass Pataš lediglich als einzelner Ausgangs- oder Endpunkt erscheint.
Eine zweite Möglichkeit bietet die 12 Kilometer lange Radroute Veľký Meder–Pataš–Warkun. Auch sie ist flach und ausgeschildert, richtet sich jedoch an Mountainbikes. Von Veľký Meder führt sie über Feldwege und entlang von Dämmen am Ort Pataš vorbei in Richtung Vrakúň. Im Vergleich zur ersten Route ist damit nicht nur die Länge anders, sondern auch der dokumentierte Fahrradtyp und die Streckenführung über Feldwege und Dämme.
Wenn Sie Pataš in Ihre weitere Reiseplanung einordnen möchten, können Sie außerdem die Ortsseiten von Jurová, Veľké Dvorníky, Malé Dvorníky, Kostolné Kračany, Veľký Meder, Okoč, Vrakúň und Trnávka vergleichen.
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