Skýcov – Lehrpfad, Kalköfen und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Skýcov
Skýcov verbindet einen sommerlichen Lehrpfad mit Spuren des Kalkabbaus, einem Aussichtsturm und einer bewegten Ortsgeschichte. Wenn Sie Natur- und Kulturerlebnisse miteinander verbinden möchten, bietet der Ort dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: den selbstgeführten Rundwanderweg „Náučný chodník – Vápenný vrch“, das technische Denkmal der Kalköfen und die Kirche „Kostol Nanebovzatia Panny Márie“.
Lehrpfad zwischen Kalköfen und Schutzgebiet
Der Lehrpfad „Náučný chodník – Vápenný vrch“ beginnt am Areal der Kalköfen, dem „areál vápenných pecí“, 1,5 km von Skýcov entfernt an der Hauptstraße nach Bošany. Das Areal der Kalköfen ist ein technisches Denkmal von Skýcov und gibt dem Einstieg einen kulturgeschichtlichen Charakter. Der Weg führt durch das Schutzgebiet Vápenný vrch und geht in den Partisanenlehrpfad über, der 13 km bis nach Zlatno weiterführt. Damit steht neben dem selbstgeführten sommerlichen Rundwanderweg auch eine längere Verbindung in Richtung Zlatno als dokumentierter Bestandteil des Wegenetzes.
Zum Lehrpfad gehört ein Aussichtsturm auf einer Höhe von 536 m. Von dort reicht der Ausblick in einem Radius von 100 km. Der Turm ergänzt den Weg um einen deutlich benannten Aussichtspunkt, während die Kalköfen den industriellen und handwerklichen Hintergrund des Ortes sichtbar machen.
Vápenný vrch: Natur und sichtbare Kriegsspuren
Der Vápenný vrch zeigt mehrere Schichten seiner Geschichte unmittelbar im Gelände. Dort gibt es zahlreiche Krater von Artilleriegeschossen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie Stollen, die durch den Abbau von Kalkstein entstanden sind. Diese Spuren stehen nebeneinander: Die Krater verweisen auf die Kriegszeit, die Stollen auf die frühere Nutzung des Kalksteins.
Auch botanisch ist der geschützte Bereich klar abgegrenzt. In einem streng geschützten Abschnitt des Vápenný vrch kommt auf einer Fläche von etwa 200 m² eine seltene Orchideenart vor. Die ungefähre Flächenangabe gehört dabei ebenso zum dokumentierten Merkmal wie der strenge Schutz dieses Abschnitts.
Kirche und Erinnerungskultur in Skýcov
Im Ort bildet die Kirche „Kostol Nanebovzatia Panny Márie“ einen weiteren Schwerpunkt. Sie wurde 1809 im Empirestil erbaut. Das Gotteshaus ist ein einschiffiger Bau mit geradem Presbyteriumsabschluss, also einem geraden Abschluss des Altarraums, und eingebautem Turm. Die Innenausstattung stammt aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts.
Zur Ortsgeschichte gehört auch die Zerstörung von Skýcov im Jahr 1945: Damals brannten 262 Häuser nieder. Erhalten blieben nur die Kirche, das Pfarrhaus, die Schule und einige Häuser, in denen Deutsche untergebracht waren. Jedes Jahr am 15. und 16. März finden in Skýcov Gedenkversammlungen statt, um der Opfer des Zweiten Weltkriegs und der Tragödie der niedergebrannten Gemeinde zu gedenken.
Die Skýcover Hody am 15. August stehen mit dem Kirchweihfest der Kirche „Kostol Nanebovzatia Panny Márie“ in Verbindung. Zu den traditionellen Hody gingen Kinder, Jugendliche und ältere Menschen in örtlichen Trachten zur Kirche. Überliefert sind außerdem Eier, die mit Zwiebelschalen gekocht wurden, sowie Klobassa und Schinken als Speisen dieses Festzusammenhangs.
Weitere Reiseziele: Topoľčianky, Tesárske Mlyňany, Lovce, Čierne Kľačany, Slepčany, Beladice, Goldmorawitz, Hostie.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zlaté Moravce.