Malinová: Naturlehrpfad, Goldbergbau und Partisanenbunker

Malinová ist eine Vorgebirgsgemeinde in einer entwaldeten Hügellandschaft, deren Charakter durch zahlreiche Schwemmfächer geprägt wird. Die Wälder bestehen vor allem aus Tannen-Buchen-Beständen; örtlich ergänzen Kiefern und Fichten das Landschaftsbild. Für Sie verbindet sich hier eine überschaubare Naturkulisse mit Spuren des Goldabbaus, Erinnerungsorten des 20. Jahrhunderts und Wegen, die vom Ortszentrum in Wald- und Berglandschaften führen.

Goldbergbau und gewachsene Ortskultur

Roboty, auch Kamenné moria genannt, sind in Malinová ein dauerhaftes Zeugnis des historischen Goldabbaus. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gab es in Malinová Goldminen. Im Jahr 1648 wurden dort ungefähr 700 g Goldstaub gewonnen. Die Bergbaugeschichte bleibt nicht auf historische Angaben beschränkt, sondern ist mit einem konkret benannten Landschaftselement verbunden, das sich in die Erkundung des Ortes einfügt.

Zur typischen Volksarchitektur von Malinová gehören Wohnhäuser, landwirtschaftliche Nebengebäude, Mühlen, Bergbauanlagen, Glockentürme, Bildstöcke und Brücken. Ein erhaltenes Relikt dieser Geschichte ist der Mlynský kameň, ein Überrest einer ehemaligen Mühle, in der Mehl für das ganze Dorf gemahlen wurde. Auch die Kapelle der Sieben Schmerzen Mariens bewahrt ein besonderes Detail: Auf ihrem Altar befindet sich eine volkstümliche Pietà aus der Zeit, in der die Kapelle errichtet wurde.

Zwei Wege mit unterschiedlichem Charakter

Der 2,5 Kilometer lange Naturlehrpfad beginnt im Ortszentrum an der Bushaltestelle. Er führt durch den Ort und den Wald und endet am Rand weitläufiger Wiesen am Fuß der Strážovské vrchy. An dieser Stelle lagen früher große Obstgärten. Der Waldabschnitt ist abwechslungsreich, aber nicht schwierig und auch für Kinder geeignet. Der Weg führt außerdem zu den Roboty, den sogenannten Kamenné moria, und verbindet damit Landschaftserkundung und die Geschichte des Goldabbaus auf einer kurzen Route.

Eine zweite Möglichkeit bietet die markierte Route zum Partisanenbunker. Sie beginnt ebenfalls an der Bushaltestelle im Ort, ist 6,65 km lang und weist 414 m Höhenunterschied auf. Ab der Haltestelle weist zunächst eine touristische Tafel den Weg; anschließend folgen hölzerne Richtungspfeile. Die Route eignet sich für Kinder sowie für wenig anspruchsvolle Wanderer, zum Wandern und zum Radfahren. Vom Partisanenbunker können Sie der Route weiter bis zum Gipfel der Magura auf 1.141 m Höhe folgen.

Partisanenbunker und Erinnerungskultur

Der Partisanenbunker bei Malinová ist eine rekonstruierte Darstellung eines Bunkers aus dem Zweiten Weltkrieg, den Partisanen der Einheit Ernest Thälmann 1944 errichteten. Nach der zweiten Restaurierung im Jahr 2018 wurde dort eine Informationstafel angebracht. Sie erläutert den Partisanenwiderstand und die Geschichte von Malinová in kurzer Form. Dadurch steht am Ende der markierten Route kein unbenannter Aussichtspunkt, sondern ein Ort mit klar erkennbarem historischem Bezug.

Die Gemeinde Malinová und die örtliche Organisation des Slowakischen Verbands der antifaschistischen Kämpfer organisieren regelmäßig Gedenkmärsche zu dem gemeinsam restaurierten Partisanenbunker. Der Erinnerungsort ist damit sowohl Bestandteil der Ortsgeschichte als auch ein Ziel, das über die ausgeschilderte Route erreicht wird.

Naturerlebnis und Radroute

Die Natur in Malinová bietet geeignete Bedingungen zum Wandern und Pilzesammeln. Für Radfahrer führt die Radroute Pravnianska radiála durch Malinová.

Für den weiteren Ortsvergleich können Sie außerdem Temeš, Zemianske Kostoľany, Bojnice, Lehota Pod Vtáčnikom, Radobica, Tužina, Liešťany und Handlová ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Prievidza.

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