Ladice zwischen Drevenica, Volkskultur und historischen Zeugnissen
Unterkünfte in Ladice
Ladice liegt am südöstlichen Fuß des Tribeč, dort, wo das Gebirge in die Žitava-Hügellandschaft übergeht. Der Ort erstreckt sich in halbrunder Form an beiden Ufern des Baches Drevenica und liegt auf einer Höhe von 160 bis 400 m. Damit verbindet Ladice eine klar erkennbare Landschaftslage mit einer ungewöhnlich dichten Folge historischer und kultureller Zeugnisse.
Landschaft und Wege rund um Ladice
Für die Orientierung zu Fuß stehen zwei unterschiedlich geprägte Wegerlebnisse zur Verfügung. Der grün markierte Wanderweg 5129 verbindet Oponice und Ladice und führt an den Haltestellen 4 bis 9 des Kostoliansky-Lehrpfads vorbei.
Kürzer und sehr konkret ist der Wegabschnitt beim touristischen Wegweiser „Ladice, OcÚ“. Er führt über eine Brücke über die Drevenica. Der Wegweiser liegt auf 196 m Höhe; Parken ist möglich. Der als leicht bezeichnete Abschnitt ist 0,2 km lang und dauert etwa 3 Minuten. Gerade im Vergleich zum längeren Verbindungsweg zeigt sich hier eine andere Seite des Ortes: ein kurzer, klar abgegrenzter Abschnitt an der Drevenica steht neben einer Route, die Ladice mit Oponice und dem Kostoliansky-Lehrpfad verknüpft.
Anreise und Ortsorientierung
Wenn Sie Ladice mit dem Regionalbus erreichen möchten, verbindet die Linie 407414 Zlaté Moravce mit Kostoľany pod Tríbečom. Der vorliegende Fahrplan gilt vom 1. August bis zum 12. Dezember 2026. In Ladice bedient die Linie vier Haltestellen: „Ladice, železničná zastávka“, „Ladice, PD“, „Ladice, kostol“ und „Ladice, domovina“. Die vollständigen Haltestellennamen erleichtern die Zuordnung innerhalb des Ortes, ohne dass daraus eine bestimmte Entfernung zu einzelnen Sehenswürdigkeiten abgeleitet werden sollte.
Kirche, Museum und traditionelle Bauformen
Ein zentraler Kulturort ist die römisch-katholische Allerheiligenkirche. Sie wurde im Barockstil wiedererrichtet, um 1790 renoviert und Anfang des 20. Jahrhunderts erneut instand gesetzt und ausgemalt. Im Kircheninneren befindet sich heute auf einem Sockel eine gotische Glocke mit der Jahreszahl 1315. Die Glocke setzt einen deutlich älteren Akzent innerhalb der später veränderten und mehrfach instand gesetzten Kirche.
Das ehemalige katholische Schulgebäude dient heute als Museum mit zahlreichen historischen Exponaten. Als weiteres Zeugnis der örtlichen Bau- und Alltagsgeschichte steht das Volkswohnhaus Nr. 100 aus dem 19. Jahrhundert. Es besteht aus ungebrannten Ziegeln, ist verputzt und weiß gekalkt und besitzt einen dreiteiligen Grundriss. Auf dem Friedhof von Ladice befinden sich außerdem sieben geschnitzte hölzerne Grabmale aus dem 19. Jahrhundert sowie mehrere gusseiserne Grabmale.
Volkskultur und historische Erinnerungsorte
Zur örtlichen Volkskultur gehört das Folkloreensemble Hajnalkert. Sein Repertoire umfasst verschiedene Volkslieder, volkstümliche Bräuche und den für Ladice typischen Leitertanz. Das Ensemble entstand 1969 zunächst als Frauenchor; ein Jahr später kamen Männer hinzu, woraus sich ein Folkloreensemble zur Bewahrung volkstümlicher Traditionen entwickelte. Hajnalkert nimmt jährlich an zahlreichen Veranstaltungen in der Slowakei, in Ungarn und in Österreich teil.
Auf einem Weinbergshügel auf der Tekover Seite von Ladice steht eine steinerne Statue des heiligen Urban aus dem Jahr 1834. Sie befindet sich auf einer hohen, sich nach oben verjüngenden Säule. Am unteren Ende von Ladice ist außerdem der steinerne Rest eines quadratischen Pfeilers erhalten, vermutlich der Rest eines Denkmals. Der lokalen Überlieferung zufolge stammt er aus der Türkenzeit und erinnert an einen Nitraer Kanoniker und dessen Gefolge. Das Türkische Denkmal steht im Zusammenhang mit dem Überfall eines osmanischen Trupps auf den Zug eines Kanonikers des Nitraer Kapitels in unmittelbarer Nähe von Ladice, kurz nach der Schlacht bei Veľké Vozokany im Jahr 1652.
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