Nové Zámky: Thermen, Natur und Kultur
Unterkünfte in Nové Zámky
Im Okres Nové Zámky treffen bedeutende Schutzgebiete, Thermaltraditionen und eine vielschichtige Kulturgeschichte aufeinander. Die Donau bildet einen Teil der Südostgrenze des Okres zu Ungarn. Für die Orientierung bei der Anreise sind die Straßen-Grenzübergänge in Štúrovo und Salka sowie die wichtigen Eisenbahnknotenpunkte Nové Zámky und Palárikovo relevant.
Schutzgebiete zwischen Feuchtgebiet und Steppe
Der Waldpark Berek in Nové Zámky weist mehr als 200 Jahre alte Eichen auf. Parížske močiare ist ein 590 Hektar großes Schutzgebiet und zugleich der einzige bestätigte Brutplatz des Mariskensängers in der Slowakei. Im 124 Hektar großen Schutzgebiet Žitavský luh ist der letzte Rest eines ursprünglichen mäandrierenden Wasserlaufs erhalten. Dort brüten alljährlich Tüpfelsumpfhuhn und Rohrweihe; außerdem ist das Gebiet ein wichtiges Rast- und Durchzugsgebiet für Wasservögel, insbesondere für die Knäkente.
Das Nationale Naturreservat Čenkovská step ist eines von zwei nationalen Naturreservaten innerhalb des Schutzgebiets Čenkov. Es beherbergt außerdem das einzige Vorkommen von Ephedra distachya in der Slowakei. Einen anderen Naturtyp repräsentieren die Kamenínske slaniská: Das 144,74 Hektar große Natura-2000-Gebiet liegt in Kamenín und Kamenný Most im Okres Nové Zámky. Das Gebirge Burda gehört zum Nationalen Naturreservat Kováčovské kopce. Eine konkrete Möglichkeit, diese Landschaft kennenzulernen, ist die 30,5 Kilometer lange Radrunde um Burda. Sie beginnt und endet in Štúrovo und führt über Kamenica nad Hronom, Chľaba und Leľa.
Museen, Festungsspuren und regionale Geschichte
Das Múzeum Jána Thaina verfügt über Dauerausstellungen zur Archäologie, Geschichte, Ethnografie und zu Persönlichkeiten der Region. Zugleich erforscht, sammelt und erschließt es das Kulturerbe von Nové Zámky und der Umgebung – von archäologischen Funden über historische und volkskundliche Sammlungen bis hin zu wertvollen Bibliotheksbeständen. Die Galéria umenia Ernesta Zmetáka zeigt Dauerausstellungen europäischer Kunst des 16. bis 20. Jahrhunderts sowie eine Dauerausstellung zu Lajos Kassák. Kommentierte Führungen, Workshops, Vorträge und Filmvorführungen ergänzen das Programm.
Das Stadtbild von Nové Zámky bewahrt mehrere markante Zeugnisse. Die römisch-katholische Heilig-Kreuz-Kirche wurde in den Jahren 1584 und 1585 erbaut. Die barocke Dreifaltigkeitsgruppe stammt aus dem Jahr 1749 und erinnert an die große Pestepidemie von 1740. Erhaltene Bastionen lassen die frühere Festung und den sechseckigen Stadtgrundriss erkennen. Auf der erhaltenen Forgách-Bastion befindet sich die Kalvarie von Nové Zámky aus dem Jahr 1779.
Auch das Jagdschloss Palárikovo verbindet Architektur und Landschaft: Das spätklassizistische Gebäude liegt in einem weitläufigen englischen Park und besitzt mit dem hölzernen Wasserturm ein einzigartiges technisches Denkmal. Das Schloss ist saisonal besuchbar; Führungen finden dienstags von 11:00 bis 17:00 Uhr statt. Die orthodoxe Synagoge von Nové Zámky ist bis heute erhalten. Das rechteckige, eingeschossige Gebäude ist mit einem Chor ausgestattet; in der Synagoge und auf ihrem Areal befinden sich mehrere Holocaust-Gedenkstätten. Gruppen- und Einzelbesuche können im Voraus über die Touristeninformationsstelle oder per E-Mail vereinbart werden. Der archäologische Tell Zámeček bei Nitriansky Hrádok entstand durch die Aufschüttung mehrerer Generationen alter Siedlungen vor etwa 5.000 Jahren. Seit 2007 beherbergt ein Gebäude eine Exposition des Stadtmuseums Šurany, die die Entwicklung der Gesellschaft, der Stadt und ihrer näheren Umgebung dokumentiert.
Thermalwasser und regionale Besonderheiten
In Podhájska wurde das geothermische Wasser 1973 erschlossen; es erreicht in 1.900 Metern Tiefe bis zu 83 °C. Zum Thermalbad gehört das Wellnesszentrum Aquamarin mit Bade-, Vital- und Saunabereich sowie Massageangeboten. Das Thermalbad nutzt stark mineralisiertes geothermisches Heilwasser, dessen Mineralzusammensetzung mit der des Toten Meeres vergleichbar ist. In Štúrovo erstreckt sich das Vadaš Thermal Resort über 25 Hektar und verfügt über neun Becken. Das Thermalwasser im Štrand Emila Tatárika tritt aus einer 1.506 Meter tiefen geothermischen Bohrung aus und erreicht 52 °C.
Eine regionale kulinarische Spur ist die Žitavská paprika. Sie besitzt den Status einer geschützten Ursprungsbezeichnung der Europäischen Union. Für weitere Ortsorientierung stehen Ihnen außerdem folgende Orte zur Verfügung: Travnica, Kamenín, Nové Zámky, Podhájska, Parkan, Bánov, Bíňa, Branovo, Dolný Ohaj, Dvory Nad Žitavou, Gbelce, Hul, Chľaba, Jatov, Kamenný Most, Kmeťovo, Komjatice, Lipová, Ľubá, Malá Nad Hronom, Mana, Michal Nad Žitavou, Mužla, Nána, Nová Vieska, Palárikovo, Pavlová, Radava, Rastislavice, Rúbaň, Sikenička, Strekov, Svodín, Šarkan, Šurany, Tvrdošovce, Úľany Nad Žitavou, Veľké Lovce, Veľký Kýr und Čechy.
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