Dravce: Gotische Kirche, steinerne Brücke und Wanderweg
Dravce zwischen Levoča und den Levočské vrchy
Dravce verbindet eine markante historische Ortsgeschichte mit einer klaren Lage im Osten der Slowakei. Der Ort liegt an den Südhängen der Levočské vrchy und an der Hauptstraße 18 zwischen Levoča und Poprad. Levoča ist etwa 8 km entfernt. Für die Suche nach einer Unterkunft in Dravce bietet diese Lage eine sachliche erste Orientierung: Der Ort ist über die Verbindung zwischen den beiden Städten und über seine Nähe zu Levoča einzuordnen, während die Landschaft der Levočské vrchy den natürlichen Rahmen bildet.
Eine frühgotische Kirche mit mehreren Zeitschichten
Den stärksten kulturellen Akzent setzt die Kirche der heiligen Elisabeth in Dravce. Sie ist ursprünglich frühgotisch und stammt aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. In ihrem Inneren befinden sich Wandmalereien aus dem späten 13. Jahrhundert sowie aus der Mitte des 15. Jahrhunderts. Dadurch begegnen sich an einem einzigen Bauwerk verschiedene historische Epochen, ohne dass die Kirche auf nur eine Datierung reduziert werden muss.
Die Kirche der heiligen Elisabeth ist außerdem eine Station an der Gotischen Straße. Zu ihrer Ausstattung gehört eine geschnitzte gotische Kalvarienbergdarstellung. Eine Glocke im Glockenturm ist auf das Jahr 1516 datiert. Wer sich für mittelalterliche Sakralarchitektur, Bildkunst und regionale Kulturgeschichte interessiert, findet hier deshalb mehrere eigenständige Anknüpfungspunkte: die Bauform, die Wandmalereien, die gotische Darstellung und das datierte Ausstattungsstück.
Dravces Geschichte vom Mittelalter bis zur Steinbrücke
Die schriftliche Geschichte des Ortes reicht bis ins Jahr 1263 zurück, als Dravce als Siedlung königlicher Falkner erwähnt wird. 1288 wurde hier ein Antoniterkloster gegründet. Neben diesem Kloster entstand Ende des 13. Jahrhunderts ein Xenodochium, das als ältestes Krankenhaus der Zips bezeichnet wird. Der Begriff verweist auf eine historische Einrichtung der Versorgung und Aufnahme; im Zusammenhang mit Dravce gehört er zur Geschichte des Klosters und nicht zu einer Aussage über heutige medizinische Angebote.
Ein weiteres markantes Zeugnis ist die steinerne Straßenbrücke. Sie ist in der Zentralen Denkmalliste der Slowakei eingetragen. Ihre Wölbung ist nur von einer Seite sichtbar, weil eine Seite beim Bau der Umgehungsstraße mit Beton verkleidet wurde. Diese Besonderheit ist für die Betrachtung vor Ort wichtig: Die Brücke zeigt sich nicht von beiden Seiten gleich, und die historische Konstruktion ist an der sichtbaren Seite am deutlichsten zu erkennen.
Ein kurzer markierter Wanderweg
Neben den Kulturdenkmälern gibt es in Dravce auch eine Möglichkeit, den Ort über eine kurze Wanderverbindung mit der Landschaft zu verbinden. Der gelb markierte Wanderweg von Dravce nach Pod Vtáčím vrchom ist insgesamt 3,3 km lang. Damit steht neben dem historischen Rundgang eine klar benannte Strecke für eine bewegungsorientierte Erkundung zur Verfügung.
Weitere Orte zur Einordnung
Wenn Sie Dravce in einen größeren Ortsvergleich einordnen möchten, können Sie außerdem Granč-Petrovce, Bijacovce, Spišské Podhradie, Leutschau und Korytné aufrufen.
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