Granč-Petrovce: Kirchen, Travertin und Radroute

Granč-Petrovce verbindet sakrale Baugeschichte mit einer markanten Travertinlandschaft und einer klar benannten Radroute. Im Ort stehen zwei Kirchen St. Martin mit unterschiedlichen historischen Prägungen; westlich oberhalb liegt Sobotisko, während die blau markierte Radroute 2710 durch Granč-Petrovce führt.

St. Martin in zwei historischen Prägungen

Die neue Kirche St. Martin wurde nach einer 16-monatigen Bauzeit im Jahr 1994 fertiggestellt. Ihr 25 Meter hoher Turm ist ein Wahrzeichen der Kirche und der Gemeinde Granč-Petrovce. Im Inneren befindet sich ein dominierendes Holzrelief des heiligen Martin. Die Kirche steht damit für eine jüngere architektonische Schicht des Ortes.

In Granč-Petrovce gibt es außerdem die Renaissancekirche St. Martin, die 1626 erbaut wurde. Zu ihrer Ausstattung gehört ein Renaissance-Seitenaltar des heiligen Martin aus dem Jahr 1635. Die Kirche ist in gutem Zustand und dient weiterhin ihrem religiösen Zweck.

Herrenhaus und die Geschichte von Štefan Petróczy

Im Südwesten von Granč-Petrovce steht das Petróczyovský-Herrenhaus. Es war ursprünglich ein spätbarocker Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Mit dem Gebäude ist Štefan Petróczy verbunden: Der bedeutende Pionier des Hubschrauberbaus wurde 1876 im Herrenhaus geboren und war in Österreich tätig. Derzeit beherbergt das Herrenhaus eine Kunstgrundschule. Damit begegnen sich an diesem Ort Baugeschichte, eine technische Biografie und eine heutige Bildungseinrichtung.

Sobotisko: Travertin und Archäologie

Westlich oberhalb von Granč-Petrovce liegt die Naturdenkmalsstätte Sobotisko, eine Travertinkuppe. Travertin ist ein Kalkstein, der sich aus mineralhaltigem Wasser bildet. Das westlich von Granč-Petrovce gelegene Schutzgebiet wurde 1987 zum Schutz einer teilweise bewaldeten, geomorphologisch markanten Travertinkuppe ausgewiesen. Die geschützte Travertinkuppe ist außerdem eine bedeutende archäologische Fundstätte. Zu den genannten Funden gehören steinerne Industrie und Spuren von Feuerstellen aus dem Mittelpaläolithikum. Das Mittelpaläolithikum gehört zur mittleren Altsteinzeit. Sobotisko steht damit nicht nur für eine auffällige geologische Form, sondern auch für eine sehr weit zurückreichende menschliche Vergangenheit.

Radroute und Lehrpfad in der Umgebung

Für Radfahrende bietet die blau markierte Radroute 2710 eine konkret benannte Streckenoption. Sie führt durch Granč-Petrovce und ist Teil einer insgesamt 19,4 Kilometer langen Strecke zwischen Dúbrava und Vyšný Slavkov.

In der Umgebung befindet sich außerdem der Lehrpfad Sivá Brada–Dreveník. Er hat einen naturkundlichen, naturschutzbezogenen, kulturellen und historischen Schwerpunkt und ist für Wanderer mit mittlerem Schwierigkeitsanspruch geeignet. Ergänzt wird das kulturelle Bild durch die religiöse Tradition des Ortes: Gläubige aus Granč-Petrovce begehen das Fest Mariä Himmelfahrt jährlich mit einer Ablassfeier.

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Anreise und weitere Reiseziele

Granč-Petrovce ist über eine Abzweigung von der Hauptstraße E18 vor dem Branisko-Tunnel erreichbar. Für den Vergleich mit weiteren Reisezielen können Sie auch Leutschau, Spišské Podhradie, Korytné, Dravce und Bijacovce ansehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Levoča.

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