Leutschau: UNESCO-Altstadt, Baukultur und Radroute
Leutschau, slowakisch Levoča, verbindet eine mittelalterlich geprägte Altstadt mit bedeutenden Sakralbauten, Museen, einem traditionsreichen Wallfahrtsort und einer ausgewiesenen Radroute. Wenn Sie für Ihre Slowakei-Reise Kultur mit einer aktiven Ergänzung verbinden möchten, bietet die Stadt dafür mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte.
UNESCO-Altstadt und Befestigung
Zum UNESCO-Welterbe gehört die historische Altstadt von Levoča. Sie wurde innerhalb einer Befestigungsanlage im 13. und 14. Jahrhundert gegründet. Das Befestigungssystem ist 2,5 Kilometer lang und gilt als das besterhaltene der Slowakei; zwei Drittel seiner ursprünglichen Länge sind erhalten. Damit wird die Stadtgeschichte nicht nur in Ausstellungen, sondern auch an einem konkreten baulichen Zeugnis sichtbar.
Im Mittelpunkt steht die aus dem 14. Jahrhundert stammende Basilika St. Jakob. Sie besitzt 11 gotische und Renaissancealtäre. Besonders herausragend ist der mit 18,62 Metern höchste spätgotische Flügelaltar der Welt aus der Werkstatt von Majster Pavol z Levoče. Das Haus von Majster Pavol z Levoče bewahrt sein Erscheinungsbild aus dem 15. bis 16. Jahrhundert; mit ihm verbunden ist eine Ausstellung des Spiš-Museums über sein Leben und Werk. Während der Rekonstruktion des Hauses wird diese Ausstellung vorübergehend im historischen Minoritenkloster, im Kreuzgang und im Kapitelsaal gezeigt.
Wer den Aufstieg über 216 Stufen nicht scheut, kann vom Turm der Basilika auf die historische Altstadt von Levoča, die Hohe und die Niedere Tatra, das Slowakische Paradies und Mariánska hora blicken. Für die Orientierung vor Ort stehen in der Wallanlage zwei kostenlose Besucherparkplätze zur Verfügung.
Kirchen, Höfe und Stadtgeschichte
Auch abseits der Basilika erzählt Levoča von mehreren Bauzeiten. Die Alte Minoritenkirche wurde zusammen mit dem angrenzenden Kloster in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut. Die barocke Heilig-Geist-Kirche und das Minoritenkloster entstanden zwischen 1748 und 1755. Der Arkadengang des Minoritenklosters gilt als der einzige seiner Art in der Slowakei.
Das Historische Rathaus beherbergt eine Dauerausstellung zur Geschichte von Levoča. Der älteste Kern des Bürgerhauses mit der Breuer-Druckerei besteht aus zwei Saalhäusern aus dem 14. Jahrhundert. Das Máriássy-Haus besitzt einen für Levoča typischen Renaissancehof mit Arkaden; dort befindet sich am Námestie Majstra Pavla die Stadtgalerie Levoča. Das Stadttheater gilt als zweitältestes Theater der Slowakei und reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Eine weitere Besonderheit ist der mittelalterliche Pranger, der sogenannte Schandkäfig. Eine Familie der Stadt Levoča schenkte ihn 1933.
Museum, Wallfahrt und Radroute
Das Museum für Sonderschulwesen in Levoča ist ein erlebnisorientiertes und interaktives Museum mit landesweiter Ausrichtung. Für eine vertiefte Einordnung der Stadt können Sie außerdem die Touristeninformation nutzen: Sie bietet Stadtführungen mit qualifizierten Guides an und organisiert auf Anfrage Führungen durch externe Guides, auch für gewöhnliche Besucher.
Oberhalb von Levoča liegt Mariánska hora, einer der ältesten und bedeutendsten Wallfahrtsorte der Slowakei. Damit erhält die Stadt neben ihrer profanen und kirchlichen Baukultur auch eine religiöse Dimension. Für eine sportliche Variante führt eine 21,7 Kilometer lange Radroute von Levoča über Zbojnícka lúka, Brezová, Hradisko, Tvarožná und Ľubica nach Kežmarok. Die Strecke ergänzt den Aufenthalt um eine festgelegte Verbindung durch mehrere Orte, ohne die kulturellen Schwerpunkte der Stadt mit einer bloßen Sehenswürdigkeitenliste zu vermischen.
Weitere Ziele für Ihren Vergleich: Spišské Podhradie, Granč-Petrovce, Bijacovce, Korytné, Dravce.
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