Korytné

Korytné liegt am Fuß des Berges Branisko und verbindet kulturhistorische Spuren mit einer markanten Radroute. Der Ort liegt außerdem an einer alten Verkehrsverbindung. Dadurch treffen in Korytné mehrere Perspektiven aufeinander: Sie können sich mit sakraler Architektur und lokalen Erinnerungsorten beschäftigen oder die 34,5 Kilometer lange MTB-Route 2710 in Ihre Reiseplanung einbeziehen.

Kirche, Kapelle und Herrenhausruinen

Die römisch-katholische Kirche St. Matthäus ist eine klassizistische Kirche aus dem Jahr 1816. In ihrem Inneren befindet sich eine spätbarocke volkstümliche Holzschnitzarbeit des Gekreuzigten aus dem späten 18. Jahrhundert. Zur historischen Ortskulisse gehört außerdem eine Kapelle aus dem Jahr 1817. Sie ist damit ein Jahr jünger als die Kirche St. Matthäus.

Neben der Kirche liegen die Ruinen eines Herrenhauses aus dem frühen 19. Jahrhundert. Heute sind an seinem Standort nur noch Ruinen erhalten. Das Herrenhaus war bis 1956 vollständig funktionsfähig und wurde bis dahin von Gizela Jencsa bewohnt. Ebenfalls neben der Kirche befindet sich die Familiengruft der Familie Jencsa. Wer sich für die Geschichte eines Ortes interessiert, findet hier verschiedene Zeugnisse aus unterschiedlichen Zeiten: Kirche und Kapelle stehen neben den Überresten des Herrenhauses und der Familiengruft.

Handwerk und Erinnerungsorte

Eine steinerne Schmiedewerkstatt in Korytné stammt aus dem Jahr 1943. Sie wurde 1963 zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt. Ihre frühere Funktion verweist auf die Bedeutung des Verkehrs über das Branisko: Die Werkstatt diente unter anderem der Instandhaltung von Pferdefuhrwerken vor der Fahrt über den Branisko-Pass. So ergänzt das Handwerk die sakralen und herrschaftlichen Zeugnisse des Ortes um einen praktischen Aspekt der regionalen Verkehrsgeschichte.

Auch ein militärhistorischer Erinnerungsort gehört zu Korytné. Ein Denkmal für die Soldaten, die am 5. Februar 1848 am Branisko kämpften, wurde später auf den Friedhof von Korytné versetzt. Das konkrete Datum bleibt dabei mit dem Ereignis verbunden, während der heutige Standort des Denkmals der Friedhof ist.

Mit dem Fahrrad durch Korytné

Durch Korytné führt die Radroute 2710 „Kolínovce – Dúbrava – Vyšný Slavkov“. Sie ist 34,5 Kilometer lang, als MTB-Route mit mittlerem Schwierigkeitsgrad ausgewiesen und verläuft über asphaltierte sowie befestigte Wege. Wenn Sie Radfahren mit Kultur verbinden möchten, können Sie Korytné als einen Ort auf dieser Route in Ihre Planung aufnehmen und die Ortsgeschichte mit einer sportlich ausgerichteten Etappe verbinden.

Welche Reiseinteressen Korytné anspricht

Korytné ist besonders interessant, wenn Sie bei einer Slowakei-Reise nicht nur eine einzelne Sehenswürdigkeit suchen, sondern verschiedene historische Ebenen in einem Ort betrachten möchten. Kirche, Kapelle, Holzschnitzarbeit, Herrenhausruinen, Familiengruft, Schmiedewerkstatt und Denkmal setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Lage am Fuß des Branisko und die alte Verkehrsverbindung geben diesem kulturhistorischen Besuchsort zugleich einen klaren landschaftlichen und verkehrsgeschichtlichen Rahmen.

Unterkünfte in Korytné vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Weitere Reiseziele

Für Ihre weitere Orientierung können Sie auch die Seiten zu Granč-Petrovce, Leutschau, Bijacovce, Spišské Podhradie und Dravce aufrufen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Levoča.

Anzeige